Matthias Lammert
Für die Gruppe FREIE WÄHLER spricht Abgeordneter Patrick Kunz. Abg. Patrick Kunz, Gruppe FREIE WÄHLER: Vielen Dank, Herr Präsident. – Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn wir das Deutschlandticket für die Zeit nach 2026 retten wollen – da bin ich thematisch ganz nah bei Herrn Oster und seiner ersten Rede –, dann müssen wir ehrlich gegenüber unseren Bürgern sein und Gestaltungsmöglichkeiten ausloten. Dazu gehört eine moderate Preiserhöhung. Es sei daran erinnert, dass die ursprüngliche Monatsgebühr von 49 Euro ein Einführungspreis war. Die Erhöhung auf 58 Euro ließ sich nicht vermeiden. Dieser Preis wird uns zum Glück auch im kommenden Jahr erhalten bleiben. Da kann man „Glück“ schon unterstreichen. Danach soll es eine sozialverträgliche Erhöhung geben, was auch immer das heißen mag. Das ist aber immer noch besser als eine komplette Streichung. In diesem Fall würden gerade Berufspendler mit mittleren und geringen Einkommen bestraft werden, also genau die Menschen – das hat die Corona-Krise gezeigt –, die unser Land am Laufen halten. Mit regulären Monatstickets könnte sich die Belastung für Arbeitnehmer drastisch erhöhen, vor allem für diejenigen, die über lange Strecken in Ballungsräume wie das Rhein-Main-Gebiet pendeln, weil sie sich dort die teuren Wohnungen nicht leisten können. Diese Menschen dürfen wir nicht bestrafen, sonst verlieren sie die Motivation. Das können wir uns weder leisten noch zulassen. Vielen Dank. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER)
