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Hendrik Hering

12.06.2025 Sitzungen 18/89

Für die Gruppe FREIE WÄHLER spricht Abgeordnete Jeckel. Abg. Lisa-Marie Jeckel, Gruppe FREIE WÄHLER: Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Gewalt gegen Frauen ist nicht nur ein Verbrechen, sie ist ein Angriff auf unsere freiheitliche Gesellschaft. Sie zu bekämpfen, ist Pflicht jedes Rechtsstaats. Dabei geht es um den Schutz von Leben, Würde und Freiheit und nicht um parteipolitische Profilierung. Die Zahlen sind eindeutig. 25.159 Frauen wurden im Jahr 2024 Opfer von Gewaltdelikten in Rheinland-Pfalz. 154 von ihnen wurden schwer verletzt, 23 kamen ums Leben. Besonders erschütternd ist, der Großteil dieser Gewalt geschieht nicht auf der Straße, sondern in den eigenen vier Wänden: in Partnerschaften, Familien oder unter Bekannten. Über 10.000 Fälle fanden im Wohnraum statt. Das bedeutet, viele Frauen werden dort angegriffen, wo sie sich eigentlich sicher fühlen sollten. Deshalb brauchen wir dringend mehr Schutzräume wie Frauenhäuser – wohnortnah, rund um die Uhr erreichbar und langfristig finanziert. Wir dürfen nicht vergessen, auch viele Kinder und Jugendliche sind betroffen. Allein im Jahr 2024 wurden über 4.600 Mädchen unter 18 Jahren Opfer von Gewalt, darunter schwere Körperverletzungen und sexualisierte Gewalt. Das sind Kinder, die oft in ihren Familien oder ihrem unmittelbaren Umfeld leiden und dringend Schutz, Therapieangebote und Aufarbeitung brauchen. Der Schutz dieser Mädchen ist keine Randfrage, sondern ein zentraler Maßstab für unsere Gesellschaft. Wir FREIE WÄHLER fordern deshalb seit Langem eine verlässliche, ausgestattete Polizei mit guter digitaler Infrastruktur, einen weiteren Ausbau und die sichere Finanzierung von Frauenhäusern in allen Regionen sowie präventive Täterprogramme, insbesondere in sozialen Brennpunkten. Jede Gewalttat gegen eine Frau ist eine Tragödie, unabhängig von Nationalität, Religion oder sozialem Status. Die betroffenen Frauen brauchen Hilfe, Schutz und Solidarität. Wir FREIE WÄHLER stehen für eine klare, realistische und verantwortungsbewusste Sicherheitspolitik. Wer ideologische Scheuklappen trägt, löst keine Probleme, er verschärft sie. Wir hingegen wollen sie lösen. Vielen Dank. (Beifall des Abg. Patrick Kunz, Gruppe FREIE WÄHLER)

Protokoll ↗