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Josef Winkler

GRÜNE 12.06.2025 Sitzungen 18/89

Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was haben der Pergamonaltar, die Büste der Nofretete und das Bildnis einer jungen Venezianerin von Dürer gemeinsam? Ganz einfach: Sie sind weltberühmt und gehören alle zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz und können hier natürlich nur pars pro toto gelten. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz – es wurde bereits gesagt – ist eine der wichtigsten Kultureinrichtungen der Welt. Sie bewahrt, erforscht und zeigt Kunst und Geschichte aus vielen Jahrhunderten, aus vielen Kulturen. Das ist ein Schatz, den Bund und Länder gemeinsam hüten. Die Stiftung steht für kulturelle Vielfalt, für den Austausch über Grenzen hinweg, für das, was uns verbindet, uns untereinander, aber auch mit dem Rest der Welt. Ihre Museen zeigen, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt hat und wohin sie sich entwickeln kann. Diese Arbeit kostet natürlich Geld, und deswegen gibt es das begrüßenswerte neue Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die Zahlen wurden nun wirklich oft genug genannt. Die muss ich nicht wiederholen. Es ist aber richtig und angemessen, dass wir unseren Anteil leisten, und zwar nicht nur aus Solidarität, sondern aus Überzeugung. Kultur ist aus meiner Sicht und aus der meiner Fraktion keine nette Zugabe, sie ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge – da treffen wir uns, Herr Kollege Wagner –, sie ist eben kein Sahnehäubchen, sondern ein Grundnahrungsmittel. Dass das Abkommen die Finanzierung bis voraussichtlich mindestens 2034 sichert, ist ein Lichtblick. Der Zeitpunkt für die neue Finanzierungsgrundlage kommt nicht von ungefähr. Seit einigen Jahren befindet sich die Stiftung in einem grundlegenden Reformprozess, den man so oder so beurteilen mag. Sie wird moderner, transparenter und besser für die Zukunft aufgestellt. Das begrüßen wir ausdrücklich; denn wir wollen Kultur nicht nur erhalten, wir wollen, dass sie sich weiterentwickelt, dass sie offen bleibt und sich dem Wandel der Zeit stellt. Insofern können auch wir diesem Gesetz zustimmen. Vielen Dank. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, vereinzelt bei der SPD sowie der Abg. Steven Wink, FDP, und Thomas Barth, CDU)

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