Andy Becht
Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Ich danke Ihnen für die Gelegenheit, dass wir heute erneut zu diesem wichtigen Thema sprechen können. Die Förderung von Gründerinnen und Gründern und Start-ups in Rheinland-Pfalz ist ein Thema, das uns schon lange umtreibt, ein Herzensthema von Frau Ministerin Schmitt und unserem ganzen Haus, weil die Gründerinnen und Gründer von heute die Zukunft unserer rheinland-pfälzischen Wirtschaft von morgen sind. Start-ups sind ein Motor für Innovation, Schaffung von Arbeitsplätzen und die Weiterentwicklung unserer Wirtschaft, insbesondere in den Bereichen Technologie, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Rheinland-Pfalz verfügt bereits über ein sehr gut ausgebautes Netzwerk, das jungen Unternehmen vielfältige Unterstützung bietet. Hierbei handelt es sich nicht um isolierte Akteure, sondern um ein dichtes Geflecht aus Institutionen, die hervorragend miteinander verknüpft sind und eng zusammenarbeiten. Zunächst möchte ich auf das Startup Office Rheinland-Pfalz hinweisen. Diese zentrale Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer hat sich in den letzten Jahren als äußerst erfolgreich erwiesen. Sie bietet in Form einer Lotsenstelle umfassende Unterstützung, hilft bei der Antragstellung von Förder- und Finanzierungsmitteln und ist der erste Ansprechpartner für Start-ups im Land. Das Startup Office steht in engem Austausch mit allen Akteuren des Start-upÖkosystems in Rheinland-Pfalz. Hinzu kommt die bereits benannte Innovationsagentur Rheinland-Pfalz, die als Bindeglied zwischen der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik fungiert. Sie fördert nicht nur die Vernetzung, sondern trägt auch aktiv dazu bei, Hürden abzubauen und innovative Ideen auf den Weg zu bringen. Neben diesen Institutionen gibt es in Rheinland-Pfalz auch zahlreiche Technologiezentren, Hubs und Gründungsbüros, die speziell auf die Bedürfnisse von Start-ups ausgerichtet sind. Diese bieten nicht nur Infrastruktur, sondern auch Netzwerke und Know-how, die für junge Unternehmen unverzichtbar sind. Wir haben somit ein sehr gut verknüpftes System, das Gründerinnen und Gründern in jeder Phase ihrer Unternehmensentwicklung zur Seite steht, vom ersten Schritt bis hin zur erfolgenden Skalierung des Unternehmens. Auch die politische Begleitung der Start-up-Szene ist gewährleistet. Durch den deutschen Start-up-Verband werden die Themen aktiv an uns herangetragen. Durch das Startup Board Rheinland-Pfalz haben wir eine Plattform für den Austausch von Start-up-Akteuren und politischen Entscheidungsträgern, das dafür sorgt, dass die Anliegen und Bedürfnisse der Gründungsszene direkt in politische Entscheidungsprozesse eingebracht werden. Die Landesregierung und auch ich ganz persönlich haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Gründungs- und Start-up-Szene weiter zu stärken und den Gründungsgeist in unserem Land zu fördern. Wie eben dargestellt, verfügen wir in Rheinland-Pfalz bereits über ein starkes Netzwerk von Institutionen und Akteuren, die sehr gut miteinander verknüpft sind und die Gründungsszene aktiv unterstützen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob wir mit der Schaffung eines Start-up-Beauftragten eine zusätzliche Bürokratieebene wirklich benötigen. Vielen lieben Dank. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf des Abg. Marco Weber, FDP)
