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Kathrin Anklam-Trapp

15.05.2025 Sitzungen 18/87

Für die Gruppe FREIE WÄHLER spricht Abgeordneter Helge Schwab. Abg. Helge Schwab, Gruppe FREIE WÄHLER: Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kolleginnen und Kollegen! In RheinlandPfalz gibt es insgesamt sieben Naturparks. Laut Bundesamt für Naturschutz, BfN, sind das rund 22,7 % unserer Landesfläche. Trotzdem reicht das im Ländervergleich nur für die untere Tabellenhälfte. Spitzenreiter ist Hessen mit 51,9 %, gefolgt von NRW mit 44,6 % und dem Saarland mit 44,3 %. Naturparke dienen dem Schutz und dem Erhalt der Kulturlandschaften mit ihrer Biotop- und Artenvielfalt. Laut Bundesamt gibt es derzeit 104 Parke mit einer Gesamtfläche von 10,2 Millionen Hektar. Anders sieht es bei den Nationalparks aus. Davon gibt es bundesweit nur 1 6. Der rund 10.000 ha große Nationalpark Hunsrück-Hochwald hat die Besonderheit, dass er im länderübergreifenden Naturpark Saar-Hunsrück liegt. Er hat durchaus Modellcharakter. In den Nationalparks gilt ein besonders strenger Naturschutz. Flora und Fauna müssen grundsätzlich naturbelassen bleiben. Menschen haben also nur sehr überschaubare Gestaltungsspielräume. Der Wildnisanteil im Nationalpark Hunsrück-Hochwald liegt aktuell bei 58 % der Fläche. Im Umkehrschluss heißt das, dass eine Bewirtschaftung durchaus möglich ist, zum Beispiel für die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Brennholz. Allerdings soll der Wildnisanteil weiter steigen und noch vor 2045 bis auf 75 % anwachsen. Gerade das rheinland-pfälzische Beispiel zeigt, dass es trotz strikter Regeln und Ziele möglich ist, eine gute Besucherinfrastruktur zu schaffen und regelmäßig zu informieren. Das ist gerade mit Blick auf die jüngeren Jahrgänge besonders wichtig. Ihr Blick für die Natur muss geschärft werden, weil die zunehmende Digitalisierung die Gefahr birgt, diesen Blick zu trüben. Deswegen habe ich die Antwort auf Frage 14 besonders gern gelesen, die die Bildungsarbeit betrifft. Besonders zertifizierte Schulen sind mit im Boot. Natürlich stehen auch wir FREIE WÄHLER voll hinter dem Naturpark und Nationalparkprojekten und freuen uns besonders darüber, dass der Nationalpark Hunsrück-Hochwald gleich von mehreren Forschungsprojekten begleitet wurde und wird, wobei es zahlreiche Kooperationen auch mit Hochschulen gibt. Die Antworten der Großen Anfrage zeigen: Unser Nationalpark lebt, hat Perspektiven für hoffentlich weitere Jahrzehnte und ist schon jetzt für die Bildungsarbeit im Land unverzichtbar und bestens geeignet. Herzlichen Glückwunsch von unserer Seite. Vielen Dank. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER sowie des Abg. Peter Stuhlfauth, AfD)

Protokoll ↗