Marco Weber
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Wenn ich das richtig sehe, sind wir jetzt unter uns, glaube ich. Ich habe mir nie träumen lassen, dass ich zu zehn Jahren Nationalpark im Landtag von Rheinland-Pfalz eine Rede halten darf. Ich schaue Kollegen Noss und diejenigen an, die damals dabei waren. Ich glaube, die politische Diskussion war ein bisschen länger. Es war interessant, wie damals die Fraktionen aus Sicht der FDP mit dem Thema umgegangen sind. Jetzt haben wir das Thema zehn Jahre Nationalpark Rheinland-Pfalz bzw. als Modellregion auf der Tagesordnung. Tatsächlich ist der eine oder andere positive Aspekt, den man sich erhofft hat, eingetreten. Einer der positiven Aspekte ist – ich war total überrascht, dass der Vorredner sehr ausgiebig darüber referiert hat, welche positiven Effekte solch ein Nationalpark auf Fauna, Flora, Habitat, Biodiversität, aber auch Auswirkungen für eine Region haben kann, die vielleicht wirtschaftlich nicht so im Vordergrund steht, mit Firmen, mit Firmenansiedlungen, aber mit dem, was vor Ort vorhanden ist, nämlich Natur, an den Markt gehen kann –, dass auch mit dem Instrumentarium eines Nationalparks eine Region weiterentwickelt werden kann. Das ist in den letzten zehn Jahren zusammen mit dem Saarland passiert. Mit finanziellen Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz – die Haushaltstitel sind angesprochen worden – ist investiert worden. Es ist in die Infrastruktur investiert worden, es ist in Informationen investiert worden, in Buslinien, in den ÖPNV. Es ist aber auch in Attraktivitätssteigerungen gerade für Familien, für Kinder investiert worden. Es ist, wenn man sich die Sache anschaut, nicht das eingetreten, was damals in der Diskussion sehr emotional bei dem Thema Nationalpark thematisiert worden ist. Die Wirtschaftlichkeit, wenn es um Wald, um Eigentum geht, ist nicht so eingetreten wie damals die schlimmsten Befürchtungen diskutiert worden sind. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn wir dann über Tourismus reden, reden wir über eine Tourismussteigerung; denn der Tourismus läuft durch den Nationalpark sehr erfolgreich. Wenn man dann noch einmal in das Jahr 2022 und 2023 schaut, wer damals ein bisschen Verantwortung hatte – ich hätte mir gewünscht, Abgeordneter Alscher wäre heute in der Runde mit dabei gewesen –, (Heiterkeit des Abg. Markus Wolf, CDU) wer je nachdem an verantwortungsvoller Stelle Verantwortung hätte übernehmen können (Zuruf des Abg. Martin Haller, SPD) und den Nationalpark vorantreiben konnte, auch aus der kommunalen Position heraus, wenn man als Verbandsbürgermeister in solch einem Nationalpark Verantwortung trägt, dann muss man auch feststellen, dass sich der eine oder andere aus der Verantwortung verabschiedet und ein Konstrukt hinterlassen hat, das noch mal aufgebaut werden muss. Von daher sind Höhen und Tiefen im Nationalpark erlebt worden. Wir können feststellen – auch das ist vielleicht eine Diskussion wert –, dass wir dort vielleicht noch die einen oder anderen Potenziale heben können, erneuerbare Energien vielleicht auch in einem Nationalpark noch stärker forcieren können. Grundsätzlich kann man an dem Tag, an dem hier Geburtstag gefeiert wird, sagen, der Nationalpark kann mehr sein als ein Schutzgebiet. Er kann ein Motor für regionale Entwicklung sein. Deshalb wollen wir diese Potenziale nutzen, nicht nur jene, die in der Natur, sondern auch jene, die in den Menschen dieser Region liegen. Auch hier noch einmal herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall der FDP, bei der SPD und bei dem BÜNDNIS 9 0/DIE GRÜNEN)
