Marco Weber
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Herr Frisch, es ist sehr schön, dass Sie die Redezeit nutzen, um zum Landesjagdgesetz verhältnismäßig wenig zu sagen, und Ihre Fotos, Ihre Videosequenz hinbekommen, um dann in den sozialen Netzwerken mit diesen pauschalen Dingen zu arbeiten. Wenn Sie aber das Thema Windkraft im Wald thematisieren, sage ich, ich komme aus einem Landkreis, in dem gerade in der Region, in der ich lebe, im nördlichsten Teil, sehr viele Windräder stehen, über 90 Stück. Kollege Schnieder kennt sich aus. Jetzt frage ich mich, nach Ihrer Interpretation: Wieso denn? Wenn man weiß, was wir morgen im Kreisjagdbeirat diskutieren, dass wir gerade in den Ortsgemeinden MAP-Reviere haben – Sie werden wissen, was MAP heißt –, (Heiterkeit der Abg. Pia Schellhammer, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) weiß man, dass das, was Sie erzählt haben, irgendwie nicht zusammenpasst. Gerade in den drei Ortsgemeinden Scheid, Hallschlag, Ormont stehen über 90 Windkraftanlagen. Wieso diskutieren wir dann morgen im Kreisjagdbeirat über MAP-Reviere? Ich helfe Ihnen jetzt mal weiter, weil Sie schon so ein bisschen out of order schauen: (Vereinzelt Heiterkeit bei der FDP, bei der SPD, bei der CDU und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Mindestabschussplan-Reviere. Wir haben allein in Scheid – Kollege Jens Jenssen weiß Bescheid, bzw. seine Vorgänger, und war schon bei mehreren Ortsterminen –, einer der kleinsten Gemeinden, über 200 Stück Rotwild stehen bei gleichzeitig, wie gesagt, über 90 Windrädern in diesen drei Ortsgemeinden. Von daher: Zu suggerieren, dass Wild, Wald und Windkraft nicht miteinander harmonieren, (Zuruf des Abg. Matthias Joa, fraktionslos) ist eine falsche Geschichte, die Sie hier aufbauen. Vielen Dank. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
