Kathrin Anklam-Trapp
Entschuldigen Sie die Unterbrechung, Herr Schwab. – Ein bisschen Ruhe im Saal, man kann die Rede kaum hören. Ich bitte darum. Danke. Herr Schwab, bitte. Abg. Helge Schwab, Gruppe FREIE WÄHLER: Ich frage mich: Warum stellen Sie den Waldumbau über den Artenschutz? Vor allem frage ich mich: Warum verkaufen Sie weitere Mehrbelastungen für Jägerinnen und Jäger als Stärkung und Beitrag zum Bürokratieabbau? Ich habe den Eindruck, dass hier einiges aus dem Lot geraten ist. Dann wollen Sie Jägerinnen und Jäger womöglich noch zu urbanen Wildberatern ausbilden, § 14. Ihr Argument ist, die Bevölkerung soll den richtigen Umgang mit wilden Tieren in Siedlungen lernen. Man könnte fast den Eindruck haben, dass Sie, um den Wald zu schonen, unsere Dörfer und Stadtteile in Habitate für Wildtiere umbauen wollen. Nun ja, immerhin soll der Wolf ins Jagdgesetz aufgenommen werden. Wir haben uns als FREIE WÄHLER immer dafür ausgesprochen, das Thema Wolf zu entromantisieren. (Abg. Nico Steinbach, SPD: Herr Schwab, mit Verlaub, das ist Unfug!) Nun können bald diese Tiere entnommen werden, wenn sie ernsthaft Schäden verursachen. Die Jagdabgabe darf durch dieses Thema allerdings definitiv nicht zweckentfremdet werden. Doch wer steht am Ende für alles gerade? Es werden wieder einmal unsere Jäger sein. Ich erinnere in diesem Zusammenhang exemplarisch daran, dass Jäger auch beim Wildmonitoring, § 4 4, und als Retter von Jungwild verpflichtend beteiligt werden. (Glocke der Präsidentin) Unser Fazit: Wir müssen mit Unterstützung von Praktikern sehr dringend noch einmal an den Entwurf heran. In seiner jetzigen Form werden wir der Gesetzesvorlage definitiv nicht zustimmen. Vielen Dank. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER)
