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Hendrik Hering

15.05.2025 Sitzungen 18/87

Für die Gruppe FREIE WÄHLER spricht Abgeordneter Wefelscheid. Abg. Stephan Wefelscheid, Gruppe FREIE WÄHLER: Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Bahnfahren war schon in den zurückliegenden Jahren, Monaten und Tagen ein Abenteuer. Aktuell ist es eigentlich unmöglich geworden. Ich bewundere jeden, der sich das antut. Als ich am Dienstag nach Mainz wollte, war die schnellste Verbindung, die mir angezeigt wurde, ich soll in den Norden nach Köln fahren, dann ein Bogen über Limburg nach Frankfurt und dann von hinten durch die Brust ins Herz. Das ist keine Möglichkeit, wie man sich aktuell fortbewegen kann. Der Merkurist online hatte dazu Pendler befragt. Mit Erlaubnis des Präsidenten, weil ich schmunzeln musste, würde ich gerne daraus zitieren. Dort heißt es: „Ein 47-jähriger Koblenzer, der beim Landtag in Mainz arbeitet, berichtet von stark schwankenden Fahrzeiten: […] Es ist jeden Tag ein neues Abenteuer. Das Schlimmste ist aber die mangelnde Kommunikation und die fehlende Koordination […]. Nicht ausgeschilderte Schienenersatzfahrzeuge, Fehler in der App und unangekündigte Baustellen machen die Reise unberechenbar. […] So treibt man die Menschen aktiv ins Auto. Ich muss mich ja mittlerweile fürs Bahnpendeln belächeln lassen.“ Also, ich weiß nicht, wer im Landtag den armen Kerl belächelt. Ich finde , er hat sich da eher für ein Verdienstkreuz hervorgetan; denn das ist aktuell schon mutig, wenn man in Mainz im Landtag arbeitet und seine Dienstzeiten hat, dann auf die Bahn zu setzen. Meine Damen und Herren, man könnte aber jetzt fordern: Kauft Euch Elektroautos und geht auf die Straße. – Herr von Heusinger, wir wissen das auch. Wenn man die A 61 fährt, kann man von Glück reden, wenn man nicht in den Blitzer fährt dort, wo die Bodenwellen sind. Das hat leider die Antwort ergeben auf die Kleine Anfrage, dass das Land das nicht steuern kann. Das liegt irgendwo beim Bund. Keine Ahnung, wann das mal behoben wird, aber ich glaube, das ist mittlerweile angekommen: Wo die Bodenwellen sind, ist ein Blitzer. Das hilft auch nichts, das Autofahren. Im Grunde ist es ein ganz trauriger Zustand, den wir hier haben. Insofern hat es mich ein bisschen verwundert, dass Frau Dr. Heidbreder jetzt Herrn Schnieder sozusagen anzählt. Ich meine, der arme Kerl ist noch keine 100 Tage im Amt. Üblicherweise macht man das nach 100 Tagen und nicht am zweiten oder dritten Tag, schon Forderungen aufzubauen. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER –

Protokoll ↗