Ellen Demuth
Danke schön, Herr Präsident. – Ich verspreche, ich trage auch zur allgemeinen Unterhaltung des Parlaments bei – nicht, wie Sie das verstehen, meine Damen und Herren. Wir haben zum Beispiel zusammen die Tagesordnung durchgearbeitet. (Heiterkeit im Hause – Zuruf aus dem Hause: Man sieht, das Parlament ist Männerdomäne!) – Genau. (Zuruf aus dem Hause: Wir ziehen gleich eine Blaue Karte!) Wir haben zusammen mit Kollegin Schellhammer – die war auch dabei – die Wege gesucht. (Beifall und Heiterkeit im Hause) Schade, dass sie nicht da ist. (Zurufe aus dem Hause) Dabei wollte ich wirklich hier nur ein paar kleine neutrale Anekdoten erzählen. (Heiterkeit im Hause) Ich wollte noch anschließen, dass ich zum Beispiel immer mit Minister Clemens Hoch in der Bahn gefahren bin. Wo ist er? – Dort hinten. Später habe ich das auch mit Anna Köbberling gemacht. In der ersten Periode waren wir zusammen in einer Enquete-Kommission zum Thema „Bürgerbeteiligung“. Schon damals hat uns das Thema beschäftigt. Für die dienstjüngeren Kolleginnen und Kollegen sage ich, das war schon 2011 ein Thema. In Zusammenarbeit mit Martin Haller und Matthias Lammert haben wir das in der Enquete-Kommission besprochen. Marcus war auch dabei. Wir haben viel gelernt in dieser Enquete-Kommission. Ich habe viel über das parlamentarische Leben und den Umgang von den erfahreneren Kollegen gelernt. In dieser ganzen Zeit im Parlament durfte ich viele Ebenen durchlaufen. Ich durfte eine Enquete-Kommission leiten, ich war zuletzt im Ältestenrat, im Fraktionsvorstand. Ich bin sehr dankbar für all diese Dinge, die ich hier im Laufe der vergangenen 14 Jahre lernen durfte. Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, dann war das immer eine Zeit, in der wir demokratisch um die besten Ideen gestritten und versucht haben, Lösungen für die Probleme zu finden. Auch wenn es ein Zusammenspiel zwischen Opposition und Regierung war, muss ich sagen, war das in den meisten Debatten immer fair in der Sache. Wir konnten uns danach immer noch alle in die Augen sehen und den Tag zusammen ausklingen lassen. Ich finde, das ist eine sehr wertvolle Erfahrung, die sehr prägend ist in unserer Demokratie und im Miteinander der Debatte. (Beifall der CDU, der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der FDP und der Gruppe FREIE WÄHLER) Ich möchte noch ein Wort rückblickend zu den Themen sagen, wenn ich darüber nachgedacht habe, die in den letzten 14 Jahren auf der Tagesordnung standen und mich im ersten Wahlkampf begleitet haben. Schon damals hatte ich Plakate, auf denen es um die Kindertagesstätten ging. Ich habe damals dort ein Praktikum gemacht. Es ging um die Pflege, die Versorgung im Alter und darum, dass es zu wenige Fachkräfte gibt. Zu wenige Ärzte und zu wenig Polizei zeichneten sich ab. Zu wenige Frauenhäuser gab es damals schon. Die Straßen sind nach wie vor ein großes Thema, zumindest bei mir im Wahlkreis. Ich nehme an, auch bei Ihnen überall im Land. Das heißt, diese Probleme sind immer noch da. So richtig konnten wir keine Antworten geben. Ich möchte das überhaupt nicht wertend sagen. Ich möchte nur sagen, ich glaube, es ist Teil des Problems, bei dem Vertrauensverlust gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, den wir draußen haben, dass wir in den 14 Jahren, in denen ich diesem Parlament angehört habe, für die Menschen leider keine zufriedenstellenden Lösungen finden konnten. Auch wenn wir es versucht haben, muss ich leider konstatieren, in den nächsten Jahren ist noch viel zu tun. Ich glaube, es ist aller Ehren wert, aus rheinland-pfälzischer Sicht das Beste bis zur Landtagswahl im kommenden Jahr zu geben. Der dann ins Amt kommenden Regierung wünsche ich alles Gute, um diese großen Herausforderungen im Land zu lösen. Wenn wir diese Schlüsselstellen bearbeiten, sind die meisten Menschen schon zufrieden und kommen wieder in die demokratische Mitte zurück, glaube ich. Meine Damen und Herren, ich ziehe nun nach Berlin und danke Ihnen für die wertvollen Erfahrungen. Ich habe einen großen Koffer an Dingen dabei, die ich hier gelernt habe, die mir dort im Alltag sicherlich nützlich sein werden. Sie können sich sicher sein, ich werde mich im Bundestag weiterhin für die Anliegen aus Rheinland-Pfalz einsetzen. Wann immer Sie in Berlin sind, melden Sie sich gerne. Vielleicht sehen wir uns einmal auf eine Tasse Kaffee oder in der Debatte. (Heiterkeit im Hause – Zuruf von der CDU) – Genau. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Super! – Zuruf des Abg. Michael Hüttner, SPD) Nicht nur Kollege Oster, alle anderen auch. (Heiterkeit im Hause –
