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Matthias Lammert

20.02.2025 Sitzungen 18/83

Liebe Kolleginnen und Kollegen, bevor ich den nächsten Redner aufrufe, darf ich die Besucher darauf aufmerksam machen, dass Film- oder Fotoaufnahmen nicht gestattet sind. Ich bitte Sie, sie von Ihren Geräten wieder zu entfernen. Nach § 5 unserer Hausordnung ist das während der Sitzungszeiten nicht gestattet. Ich danke Ihnen für das Einhalten. Der nächste Redner ist für die Gruppe FREIE WÄHLER Abgeordneter Patrick Kunz. Abg. Patrick Kunz, Gruppe FREIE WÄHLER: Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Der 9. Altersbericht der Bundesregierung zeigt, dass wir in Rheinland-Pfalz die Teilhabe älterer Menschen aktiv und zielgerecht fördern müssen. Ältere Menschen sind eine heterogene Gruppe mit unterschiedlichen Herausforderungen. Besonders betroffen sind jene, die von Altersarmut betroffen sind, oft als Folge von unterbrochenen Erwerbsbiografien, niedrigem Bildungsstand und unzureichenden Rentenansprüchen. Altersarmut entsteht nicht nur im Alter, sondern ist das Resultat ungleicher Chancen im Erwerbsleben. Deshalb müssen wir nicht nur den finanziellen Aspekt im Blick haben, sondern auch die soziale Integration und die Förderung der Selbstständigkeit im Alter. Die CDU hebt mit ihrem Antrag zu Recht hervor, dass Erwerbsarbeit im Alter helfen kann, Altersarmut zu verringern und gleichzeitig einen Beitrag zur Wirtschaft zu leisten. Viele ältere Menschen möchten länger arbeiten und bringen wertvolle Erfahrungen und Fachwissen mit. Entscheidend ist jedoch, dass die Möglichkeit freiwillig bleibt. Niemand darf gezwungen sein, länger zu arbeiten, weil die Rente nicht ausreicht. Wie die CDU betont, ist es notwendig, Kommunen gezielt zu unterstützen, um altersfreundliche Lebensräume zu schaffen. Dies betrifft nicht nur die städtischen Gebiete, sondern auch ländliche Regionen, in denen viele ältere Menschen auf den Zugang zu geeigneten Angeboten angewiesen sind. Zudem ist die digitale Teilhabe von wachsender Bedeutung. Ältere Menschen müssen in der Lage sein, mit technologischen Entwicklungen Schritt zu halten, um den Zugang zu digitalen Gesundheitsdiensten wie der elektronischen Patientenakte zu ermöglichen. Programme wie die Digital-Botschafter leisten hier sehr gute Arbeit, aber das Potenzial dieser Initiativen kann und muss durch den gezielten Einsatz von künstlicher Intelligenz weiter ausgebaut werden. Abschließend möchte ich betonen, wie wichtig die Kombination von Fachkompetenz und ehrenamtlichem Engagement ist. Programme wie die Gemeindeschwesterplus, die auch im Antrag der CDU hervorgehoben werden, sind ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel von professioneller Unterstützung und ehrenamtlicher Arbeit. Solche Ansätze sollten fortgesetzt werden, um älteren Menschen nicht nur medizinische Unterstützung, sondern auch soziale Integration zu ermöglichen. Die angesprochenen Aspekte gibt es bereits. Für mehr besteht kein Handlungsbedarf. Wir als FREIE WÄHLER lehnen den Antrag somit ab. Vielen Dank. (Beifall des Abg. Stephan Wefelscheid, Gruppe FREIE WÄHLER)

Protokoll ↗