Jennifer Groß
Herr Kollege Köbler, ich helfe Ihnen gerne weiter. Es geht uns als CDU gar nicht um Bulimielernen oder darum, dass irgendeiner, wenn er sich entschieden hat, er möchte jetzt ins Handwerk gehen, danach nicht beispielsweise auch noch in den sozialen Beruf gehen kann oder umgekehrt, sondern einfach darum, dass die Betriebe, dass die Kammern wissen: Ja, es gibt verbindliche Abschlüsse, ja, ich weiß, jemand kann die Prozentrechnung, jemand kann die Groß- und Kleinschreibung, einfach Prüfungen, hinter denen wirklich Inhalte stecken, die transparent sind. Das ist etwas, das Ihnen fern liegt, das weiß ich. Allerdings ist es genau das, was im Land gebraucht wird, nach der 9. bzw. nach der 10. Klasse. (Unruhe bei der CDU und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich habe eben gesagt, wir sind in Rheinland-Pfalz das einzige Bundesland, das dieses nicht nach der 10. Klasse hat. Ein Armutszeugnis. Stichwort „Inklusion“. Das geigen Sie immer mehr, es wird dadurch aber tatsächlich nicht besser. Genau diese Schülerinnen und Schüler, um die man sich an den Förderschulen kümmert, die Kontakte zu Betrieben haben, sind sehr gut untergebracht. Genau das ist es, was Sie ihnen jetzt nehmen wollen, genau diesen Rahmen, damit sie auch wirklich gut und gesichert vorbereitet in den Berufsalltag, in die Ausbildung einsteigen können. (Beifall der CDU sowie der Abg. Michael Frisch, Martin Louis Schmidt und Dr. Bernhard Alscher, fraktionslos) Ein Letztes zu den Standards: Ja, wir bekommen immer wieder attestiert, dass Rheinland-Pfalz, wie gesagt, je nachdem wie man die Tabelle dreht, immer vorne ist, aber im negativen Bereich. Was machen Sie denn? – Die Standards werden nicht überprüft, sie werden nicht hinterfragt. Es hat keine Konsequenzen, wenn wir einmal mehr schlecht abschneiden. Nur mit einem Projekt darüber zu gehen, ist für uns nicht nachhaltig. (Zuruf des Abg. Carl-Bernhard von Heusinger, BÜNDNIS 9 0/DIE GRÜNEN) Daher sind die Abschlussprüfungen und verpflichtende Standards genau die richtige Antwort, die im Übrigen auch die Schulen und die Wirtschaft haben wollen. (Beifall der CDU sowie der Abg. Michael Frisch, Martin Louis Schmidt und Dr. Bernhard Alscher, fraktionslos)
