Steven Wink
Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Jeckel, nur ganz kurz auf einen Punkt und das Argument, welches gern vorgebracht wird: Ich kenne jemanden, der hatte einen Unfall und kam nicht in das Krankenhaus und musste ganz weit weg. Dieses Argument wird immer gern genutzt, um den Menschen vor Ort dieses Bild zu suggerieren, dass die Landesregierung oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, dass das Krankenhaus so schlecht und so heruntergewirtschaftet ist, dass da keiner mehr hin kann. Die Wahrheit ist doch aber eine andere, und das war jetzt bei uns im Wahlkreis zufällig auch die Debatte. Man redet über die Fusion, und dann sagen die Menschen, das Krankenhaus in Rodalben habe ich nicht mehr, und wenn ich jetzt einen Schlaganfall kriege, sterbe ich. Zur Wahrheit gehört aber auch, mit dem Schlaganfall zum Beispiel wäre man sowieso nach Pirmasens gekommen. Also, das Argument, was dargestellt wird, das Krankenhaus ist so schlecht, da kann man nicht hin – – – Das ist doch aber das, was wir wollen. Wir wollen doch Krankenhäuser mit einer gewissen Qualität. Herr Dr. Gensch zum Beispiel weiß es mit Sicherheit. Nicht jedes Krankenhaus kann zum Beispiel einen Herzkatheter setzen. Also, da habe ich doch eine Qualitätsbündelung, eine Qualitätssteigerung an gewissen Orten, und nicht jedes Haus soll alles machen. Das Argument wird immer gern genutzt, um den Leuten vor Ort zu sagen, das Krankenhaus ist so schlecht, da kann man nicht hin, die Landesregierung hat es kaputtgemacht, das ist so schlecht von der Qualität her. Das wollte ich nur einmal erwähnen, weil es mir wichtig ist, dass man auch ein Stück weit ehrlich zu den Menschen sagen muss, wenn Du das und das Problem hast, wirst Du dort und dort behandelt oder in der Stroke Unit oder entsprechend whatever passiert oder vorgefallen ist. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
