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Kathrin Anklam-Trapp

19.12.2024 Sitzungen 18/78

Frau Jeckel, Sie haben das Wort. Es sind noch 3 Minuten Redezeit. Abg. Lisa-Marie Jeckel, Gruppe FREIE WÄHLER: Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Wir leben in einer Zeit, in der die Beziehung zwischen Mensch und Tier immer mehr in den Fokus rückt. Doch während viele Tiere liebevolle Begleiter sind, erleben andere unvorstellbares Leid, sei es durch Überpopulation, invasive Arten oder unzureichenden Schutz. Es liegt an uns, für die Schwächsten eine Stimme zu erheben und sie zu schützen. Der Doppelhaushalt bietet die Chance, den Tierschutz in Rheinland-Pfalz auf ein neues Niveau zu heben. Tierschutz ist nicht nur moralische Verantwortung, sondern auch eine Investition in eine nachhaltige Zukunft. Dennoch stehen die Mittel, die aktuell für tierschutzrelevante Projekte bereitgestellt werden, in keinem Verhältnis zu den Herausforderungen. Ein wichtiges Thema ist nach wie vor die Einführung einer Katzenschutzverordnung. In vielen Regionen wird das Problem verwilderter Katzen immer größer. Ohne Kastrationspflicht für Freigängerkatzen vermehren sich diese Tiere unkontrolliert, leiden unter Krankheiten und Hunger. Organisationen, die helfen, stoßen an ihre Grenzen. Mit einer Kastrationspflicht und der Unterstützung dieser Organisationen können wir nicht nur Tierleid verringern, sondern auch langfristig Kosten sparen. Zusätzlich ist die Errichtung eines Härtefallfonds notwendig, um finanziell schwächere Katzenhalter zu entlasten. Ein weiteres dringendes Thema ist der Umgang mit der wachsenden Wolfspopulation. Rheinland-Pfalz hat in seinen Managementplänen Präventionsmaßnahmen und Ausgleichszahlungen vorgesehen. Diese müssen jedoch unbürokratisch ausgeschüttet werden, um durch Wolfsrisse geschädigte Tierhalter besser zu unterstützen. Dies stärkt nicht nur den Schutz der Weidetiere, sondern auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Wolfspopulation. Auch der Schutz vor invasiven Arten darf nicht länger stiefmütterlich behandelt werden. Ehrenamtliche leisten hier bereits Großartiges. Doch ohne ausreichende Mittel ist dieses Engagement nicht nachhaltig. Prävention spart langfristig Geld, schützt heimische Arten und erhält die Vielfalt unserer Ökosysteme. Was bedeutet Tierschutz für unsere Gesellschaft? Bedeutet er nicht, dass wir Verantwortung für die Tiere übernehmen, die keine eigene Stimme haben, und für die Umwelt, die uns allen gehört? – Tierschutz ist auch Menschenschutz. Eine Katzenschutzverordnung oder der Schutz vor invasiven Arten bedeuten nicht nur weniger Tierleid, sondern auch weniger Kosten für unsere Gemeinden. Prävention spart langfristig Steuergelder und stärkt die Lebensqualität für uns alle. Deshalb: Handeln Sie jetzt, und denken Sie langfristig. Vielen Dank. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER)

Protokoll ↗