Benedikt Oster
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Ich habe mich in den letzten Plenardebatten immer zurückgehalten, wenn Sie uns dieses Märchen von der Atomkraft erzählen. Es vergeht keine Ausschusssitzung, in der Sie nicht wieder mit Ihren ideologischen Überzeugungen zutage treten. Deshalb will ich es heute nur einmal klar ansprechen. Sie erzählen den Menschen hier und auch draußen, dass Sie wieder zurück zu billigen Stromquellen kommen könnten, wenn Sie an die Regierung kämen, und wieder Atomkraftwerke bauen, die ja keinen Platz benötigen, die ja so schmal sind, also Flächenverbrauch gleich Null. Warum ist dieser Strom denn so günstig gewesen? – Weil er über die letzten 60 Jahre mit Milliarden Euro an Steuergeldern subventioniert wurde. (Beifall bei der SPD – Zuruf von der SPD: Ja klar!) 200 Milliarden Euro wurden in die Hand genommen, und nur dadurch war dieser Strom so günstig. Jetzt erzählen Sie den Menschen, Sie könnten wieder dorthin zurückgehen. Wenn man dann die verdeckten Kosten, die Sie nie erwähnen, (Zuruf von der SPD) nicht mit einer Silbe, in die Summe mit einrechnet – wenn es zu Störfällen kommt, die Endlagerungskosten, die nicht von diesen 200 Milliarden Euro, sondern von uns allen, von den Steuerzahlern im Nachhinein bezahlt werden –, (Zuruf von der SPD: So ist es!) dann machen wir eine Rechnung auf. Dann ist die Atomkraft unterm Strich nämlich eine der teuersten Energiequellen der Welt. (Zurufe der Abg. Dr. Oliver Kusch, SPD, und Carl-Bernhard von Heusinger, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das verheimlichen Sie den Menschen, und mit diesem Schwachsinn, den Sie tagtäglich an den Tag legen, muss auch einmal Schluss sein. (Beifall der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
