Hendrik Hering
Für die Gruppe FREIE WÄHLER spricht Abgeordneter Schwab. Abg. Helge Schwab, Gruppe FREIE WÄHLER: Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Wir als FREIE WÄHLER begrüßen die Initiative der CDU-Fraktion, auch wenn konkrete Zahlen und Vorschläge zur Gegenfinanzierung derzeit noch fehlen. Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen, die Landesregierung wird zusätzliche Mittel und damit Geld der Steuerzahler in die Hand nehmen müssen, um die heimischen Winzerinnen und Winzer zu unterstützen. Ich habe bereits bei meiner letzten Stellungnahme auf die Kausalzusammenhänge, vor allem aber auf die wirtschaftlichen Konsequenzen hinreichend hingewiesen. Ebenso schwerwiegend werden die gesellschaftlichen Folgen sein, wenn ein ganzer Berufsstand ausbluten würde. Viele Gemeinden in unserem Land würden ohne die Weinbaubetriebe und die mit ihnen verbundene Traditionspflege einfach veröden. Dass steuerliche Verbesserungen und Darlehen allein nicht ausreichen, hat die CDU mit ihrem Antrag bereits aufgezeigt. Unsere Weinbaubetriebe stehen im internationalen Wettbewerb. Dies wurde heute durch den Kollegen der SPD, Herrn Maier, bereits angesprochen. Schon allein angesichts der topografischen Besonderheiten unserer Weinbaugebiete und des damit verbundenen hohen personellen Aufwands zeigt sich, dass es ohne staatliche Unterstützung nicht geht, zumal das Lohnniveau nicht zu unterschätzen ist. Exemplarisch weise ich darauf hin, dass sich unsere Weinbaubetriebe unter anderem mit der Konkurrenz aus Südosteuropa und Südafrika auseinandersetzen müssen. Mit Blick auf den CDU-Antrag sehen wir die Forderung nach einer internationalen Marketingkampagne eher skeptisch. Solche Aktionen kosten in erster Linie viel Geld. Wichtiger ist, das Image der guten und sehr guten Produkte aus unseren heimischen Weinbaubetrieben im Inland zu verbessern. Es ist doch ein Hohn, dass viele deutsche Gastronomiebetriebe bevorzugt Weine aus dem Ausland ausschenken, während die besten Bezugsquellen quasi vor der Haustür liegen. Die CDU hat bereits auf die Verbesserung der Direktvermarktung hingewiesen. Hilfreich wäre ein Bündnis mit dem Hotel- und Gaststättenverband. Ich meine, unsere Weine dürfen nicht nur in den gehobenen Gastronomien ihren Platz haben. Wir Rheinland-Pfälzer können jeden Geschmack und jede angemessene Preisklasse bedienen. Dies soll an dieser Stelle erst einmal genügen. Die heutige Debatte kann und soll erst der Anfang sein, unsere Winzerinnen und Winzer zu unterstützen. Selbstverständlich stimmen wir dem Antrag der CDU zu. Vielen Dank. (Beifall der Gruppe FREIE WÄHLER und bei der CDU)
