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Hendrik Hering

13.11.2024 Sitzungen 18/75

Verehrter Abgeordneter Brandl, lieber Martin, ich habe bewusst noch einmal die Sitzungsleitung übernommen, weil es mir ein Anliegen ist, auch als Präsident des Landtags Danke zu sagen; denn ich glaube – das hat auch der Beifall gezeigt –, Du bist ein Abgeordneter gewesen – so muss man bald sagen –, der das mit Leidenschaft gemacht hat. Das ist das, was wir, gerade heute, brauchen. Um Demokratie zu stärken, brauchen wir Parlamentarier, die das wirklich mit Leidenschaft machen, und das hast Du getan. Dir war in diesen acht Jahren als Parlamentarischer Geschäftsführer – das ist betont worden – das gute Miteinander zwischen den beiden Martins ein Anliegen, und ebenfalls war es Dir ein Anliegen, das Parlament, das Parlament in seinen Handlungsmöglichkeiten und in der Ausstattung für die Abgeordneten zu stärken, damit diese ihre Arbeit noch besser ausüben können. Wir brauchen das so dringend wie vielleicht noch nie zuvor; denn gerade Abgeordneten eines Landtags kommt heute die ganz wichtige Aufgabe zu, Politik zu vermitteln und zu verdeutlichen. Das kann man nicht mit den Kollegen des Bundestages vergleichen. Die Wahlkreise sind dort zu groß. Sie haben nicht den unmittelbaren Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern, wie wir ihn haben. Ich glaube, da war es eine kluge und richtige Entscheidung – das ist auch aus dem Bewusstsein heraus geschehen, Demokratie zu stärken –, dass die Ausstattung des Parlaments verbessert wurde. Ich glaube, das ist in den letzten Jahren gemeinsam gelungen. Wir wissen, ganz entscheidende Impulse sind auch von Dir gekommen. Sehr wichtig ist auch, in ganz wichtigen, zentralen Fragen herrscht hier ein großer gemeinsamer Nenner, wenn es darum geht, nicht nur die Rechte des Parlaments, sondern auch die Demokratie zu stärken. Das Miteinander der demokratischen Parteien, auch dafür stehst Du. Du stehst ebenfalls dafür – deswegen hoffen wir, dass wir uns möglichst häufig sehen –, und die Politik lebt auch davon, dass wir menschlich, über Parteigrenzen hinweg, anständig miteinander umgehen. Neben der inhaltlichen Gemeinsamkeit ist das menschliche Miteinander eine tragende Säule, damit das funktionieren kann. Man kann nicht nur intellektuell gemeinsame Werte vertreten, man muss es auch persönlich in einem gemeinsamen, anständigen Miteinander machen. Dafür hast Du ebenfalls einen Beitrag geleistet. Deswegen vielen Dank für das, was Du geleistet hast. – Wir wollen Dich nicht ganz mit leeren Händen gehen lassen. Ich darf Dich bitten, noch einmal nach vorne zu kommen. – Das ist, erwartungsgemäß, der Wein des Präsidenten, und es sind zwei Flaschen. (Beifall der SPD, der CDU, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der FDP und der Gruppe FREIE WÄHLER – Zurufe aus dem Hause: Oh!) – Wer Gleiches leistet, bekommt auch zwei Flaschen Wein, das ist keine Frage. (Heiterkeit im Hause) Die tollen Mitarbeiter, die wir bei der Landtagsverwaltung haben, haben etwas zur Verabschiedung von Martin Brandl vorbereitet. Du brauchst nicht durchzuatmen. Ich habe auch nicht alles gelesen. Es sind die 237 Reden, die Du gehalten hast. (Vereinzelt Heiterkeit im Hause) Wenn man korrekt wäre – wahrscheinlich wird es noch nachgereicht –, sind es jetzt 238. Es wurde eben noch eine gehalten. Die sind hier alle mit Links verzeichnet. Wenn Du dich in der Kreisverwaltung einmal an schöne Zeiten zurückerinnern willst, kannst Du nachlesen, was Du uns alles erzählt hast. (Heiterkeit im Hause) In dem Sinne, alles Gute, Martin. Vielen, vielen Dank für alles. (Beifall der SPD, der CDU, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der FDP, der Gruppe FREIE WÄHLER und bei der AfD) Jetzt ist mir gesagt worden, ich darf Martin Haller zur Bannmeile oder zu was auch immer das Wort erteilen. (Heiterkeit im Hause)

Protokoll ↗