Steven Wink
Verehrte Präsidentin, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Wagner, wenn man den Report anschaut – daraus haben Sie das Bild, ich habe ihn 2019 [extrem] zurückgegangen – die Fläche gewinnt [extrem] an Bedeutung.“ Daher habe ich vorhin in meiner Rede gesagt, dass es eine Tendenz zur Fläche gibt und das eine Chance für Rheinland-Pfalz ist, die wir nutzen sollten. Mehr habe ich nicht gesagt. Ja, natürlich sind die Großstädte immer noch auf Platz 1, aber es gibt eine Tendenz, und die sollten wir für uns nutzen, wie in anderen Bereichen auch; denn es ist letztendlich , wenn ich jetzt nur in der Säule der Start-ups bleibe – es ist zu unterscheiden, ob ich von einem Start-up oder einem Existenzgründer spreche, das sind zwei Paar Schuhe –, entgegen der etablierten Wirtschaft so, dass das Geschäftsklima bei Start-ups deutlich positiver ist und das letztendlich ein Gradmesser, ein kleiner Frühindikator für das Innovationsökosystem, das wir haben, und somit auch positiv für Rheinland-Pfalz ist. 39 % der Start-ups sagen, die Lage ist gut. 58 % sehen die nächsten Monate positiv. Ja, man könnte das jetzt wieder negativ sehen und sagen, da ist noch Luft nach oben. Das mag richtig sein, aber es ist die Mehrheit, die die sechs Monate positiv sieht. Start-ups blicken also wesentlich optimistischer in die Zukunft, als es manch andere tun. Der startupdetector zeigt auch, dass das private Kapital – also Venture Capital, Business Angel etc. – in Rheinland-Pfalz steigt. Wenn ich das jetzt mit den Töpfen, die wir in Rheinland-Pfalz haben, ergänze und quasi die öffentlichen Gelder mit dem privaten Kapital hebel, dann ist das durchaus ein Vorteil und eine positive Tendenz für Rheinland-Pfalz. Was mir aber noch viel wichtiger ist – ich danke der Ministerin, dass sie es noch einmal angesprochen hat –, sind die klassischen Gründungen. Wir reden seit Jahren von Elternkampagnen im Handwerk, von überbetrieblicher Lehrlingsunterweisung, von Schaffung von Berufsstellen, von Bewerbungen in beruflichen Aus- und Weiterbildungen, vom Meisterbonus I und II. Wie oft haben wir hier gestanden und es gab die Argumente: Nützt nichts, bringt nichts, wird nichts taugen. All diese Argumente haben wir uns angehört. Wir sind jetzt in einem Bereich, in dem auch die zulassungspflichtigen Gewerbe mehr Neuanmeldungen verzeichnen, gerade auch in Berufen, die in den letzten Jahren nicht ganz so hoch angesehen waren, zum Beispiel Heizungsinstallateur. Die kommen jetzt wieder in den Flow. (Glocke der Präsidentin) Es wird jetzt wichtig sein, die jungen Menschen in die Chancen zu bewegen, diese Berufsausbildung letztendlich wahrzunehmen. Danke schön. (Beifall des Abg. Marco Weber, FDP, vereinzelt bei der SPD sowie der Abg. Pia Schellhammer, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
