Katharina Binz
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Abgeordnete Jeckel, danke, dass Sie auch noch einmal das Thema der psychotherapeutischen Versorgung angesprochen haben; denn es ist ein ganz, ganz wichtiges Thema. An der Stelle sei vielleicht noch einmal darauf hingewiesen, dass es genau diese Landesregierung ist, die sich gegenüber dem Bund sehr, sehr vehement dafür einsetzt, dass wir eine neue Bedarfsplanung, eine Verbesserung und mehr Kassensitze bekommen und insbesondere im Kinder- und Jugendbereich die Kapazitäten deutlich ausweiten. Ich bin Kollegen Clemens Hoch sehr, sehr dankbar dafür, dass er in den letzten Jahren sehr viele Appelle nach Berlin gerichtet hat. (Beifall bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD) Ich will aber vor allen Dingen noch einmal auf das eingehen, was Sie gerade gesagt haben, beim Childhood-Haus ginge es nur um Begrifflichkeiten. Das ist eben genau nicht der Fall. Wir haben das Modell, das die Stiftung ChildhoodHäuser betreibt. Dieses Modell haben wir in den Pakt hineingegeben und gesagt: Schaut Euch dieses Modell an, und schaut Euch bitte an, ob es für uns brauchbar ist. – Man kann das machen, und andere Länder haben damit gute Erfahrungen gemacht, aber es gibt trotzdem in der Fachwelt Diskussionen darüber, ob es wirklich richtig ist, dass man diese Childhood-Häuser eng mit den Jugendämtern vernetzt, oder ob man nicht sagt – das ist das Modell, das uns jetzt empfohlen wird, da gibt es nicht nur eine Begrifflichkeit, die anders ist, sondern das Modell ist anders –, der Aufgabenbereich eines solchen spezialisierten Zentrums soll auf das Ermittlungs- und das Strafverfahren beschränkt werden und somit die Zusammenarbeit mit diesem Zentrum erst nach der Anzeigenerstattung beginnen. Das ist für die betroffenen Familien ein ganz, ganz wichtiger Punkt, ob sie sich an ein solches Haus wenden oder nicht, ob eine Anzeige, ein Strafverfahren vorliegt oder es kein Strafverfahren geben muss. Diese Frage ist nicht vom Tisch zu wischen. Mit dieser Frage wurde sich intensiv beschäftigt. Deswegen ist das Modell, das uns vorgeschlagen wird, ein gutes Modell, aber es ist eben ein eigenes Modell und wird nicht das Modell der Childhood-Häuser sein, das von der entsprechenden Stiftung betrieben wird. Vielen Dank. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD sowie des Abg. Marco Weber, FDP)
