Philipp Fernis
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Bedeutung des Sports ist in dieser Debatte schon herausgestellt worden. Ich will mich dem selbstverständlich anschließen. Sport dient vor allen Dingen der Gesunderhaltung. Sport dient aber auch gerade bei Kindern dem Einüben eines sozialen Miteinanders in Mannschaftssportarten. Sport zeigt, dass sich Anstrengung lohnt und zum Erfolg führt. All das sind Dinge, die wir selbstverständlich unterstützen. Weil wir das alles unterstützen, freuen wir uns, dass die CDU einen Antrag eingebracht hat, der so gut ist, dass er überflüssig ist, weil im Land maßgeblich schon das passiert, was hier gefordert wird. Insofern ist es schön, wenn es in dieser Frage in diesem Rund einen gewissen breiten Konsens gibt. Der Sport und die Sportförderung bilden regelmäßig auch im Haushalt durchaus gewisse Schwerpunkte. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren in diesem Doppelhaushalt einen entsprechenden Mittelaufwuchs erlebt. Ich will ganz bewusst sagen, dieser Mittelaufwuchs ist notwendig, weil auch Sportvereine davon betroffen sind, dass die Inflation dafür sorgt, dass schlicht und ergreifend das Aufrechterhalten von Angeboten teurer wird. Wir müssen uns mit Sicherheit damit beschäftigen, weil Sportvereine wie andere Vereine ein Stück weit Nachwuchsprobleme haben. Wir müssen gemeinsam miteinander diskutieren, wie wir die Vereine dabei besser unterstützen können. Ich glaube aus dem persönlichen Erleben, dass das allerdings auch ein Stück mit veränderten Lebensgewohnheiten der Menschen zu tun hat. Die Bevölkerung wird mobiler, und die Bevölkerung teilt sich das gesamte Thema der Erwerbs- und Sorgearbeit anders auf, und das macht regelmäßige Termine in Vereinen etwas schwieriger. Gleichzeitig – deswegen ist es wichtig, dass sie hier gelobt wurden, und ich will mich dem anschließen – lebt unser Sport von denjenigen, die sich vor allen Dingen ehrenamtlich gegen eine überschaubare, glücklicherweise steuerfreie, aber eben gegen eine Aufwandsentschädigung und nicht gegen ein Gehalt dort als Trainerinnen und Trainer engagieren und Menschen dabei helfen, Sportarten zu erlernen und so auszuüben, dass sie positive gesundheitliche Effekte haben und nicht durch Fehler dabei die Gesundheit gefährden können. (Zuruf des Abg. Martin Haller, SPD) Das alles unterstützen wir, und es ist sinnvoll, das mit den Lerninhalten, gerade im Leistungskurs Sport, zu verzahnen. Nur – das haben die Kollegen schon angesprochen – findet das in der Breite schon statt. Das ist in der Tat etwas, das schon stattfindet und junge Menschen dazu befähigt, die entsprechende Übungsleiterlizenz zügig zu erwerben. Dort, wo das noch nicht so stattfindet, wie man sich das wünscht, ist es dann eine Sache, aufeinander zuzugehen. Die Bildungsministerin – ich habe genau zugesehen – hat fleißig genickt, als angesprochen wurde, dass sie die Schulen im Land noch einmal ermuntern wird, auf die Sportverbände zuzugehen. Vielleicht ist auch diese Debatte ein Anlass seitens der Sportverbände, auf die Schulen zuzugehen und die Kooperation zu stärken; denn dort, wo die Kooperation zwischen Schule und Vereinen und Verbänden besonders eng ist, profitieren letztlich wieder alle, weil Schülerinnen und Schüler jenseits des klassischen Schulsportunterrichts, der manchmal leider ein bisschen vom Alltagssport etwas weg ist, an Sportarten herangeführt werden. Dann ist es schön, wenn man einmal rausgeht. Da freuen sich Schülerinnen und Schüler, und die Vereine freuen sich, wenn sie potenzielle neue Mitglieder bekommen und diese Begeisterung ansteckt. All das unterstützen wir. Dafür brauchen wir in der Tat den Antrag der CDU nicht. In der Sache sind wir uns aber völlig einig. All diese Dinge sollen konsequent weiter unterstützt und gefördert werden. Herzlichen Dank. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
