Steven Wink
Verehrte Frau Präsidentin! Herr Dr. Bollinger, also, das Problem mit der Ärzteschwemme war Folgendes. Sie zitieren jetzt einen Satz, aber die Sache ist folgende gewesen, und das sehen Sie auch, wenn man mit Ärzten spricht: Es gab einmal eine Zeit, da hatten wir ganz viele Ärztinnen und Ärzte. Dann hat die KV Bezirke eingerichtet, wo die Versorgungsgrade festgestellt werden etc. pp. Das war eine Zeit der Ärzteschwemme. Heute sind wir in der Situation, dass auch gerade diese Bezirksabteilungen manchmal dazu führen, dass wir entweder eine Zentralisierung in diesem Bezirk haben oder wir Bezirke haben, in denen wir auf dem Papier eine Überversorgung haben, aber irgendwann vielleicht in eine Unterversorgung kommen. Die Debatte, um die es sich damals gehandelt hat, war die: Wenn ich planlos und willenlos hingehen würde, 200, 300 Studienplätze mehr oder noch mehr einrichten würde – es schwirren ganz viele Zahlen in der Öffentlichkeit herum – und ich würde alle Restriktionen, die vorhanden sind, entfernen, dann käme ich irgendwann wieder in die Situation, die wir damals hatten. (Zuruf des Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD) Das ist der ganze Zusammenhang dieser Debatte. Daher kommt auch dieser Satz. Ich habe mich nicht hingestellt und gesagt, wenn man jetzt 100 Studienplätze mehr schafft, bekommt man eine Ärzteschwemme. Das ist eine Falschaussage. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
