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Josef Winkler

GRÜNE 13.06.2024 Sitzungen 18/67

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen. Hin und wieder erwischt es uns alle einmal. Wer krank ist, der braucht medizinisches Personal, das hilft, und das möglichst kurzfristig. Deswegen habe ich Verständnis dafür, dass wir hier im Landtag immer wieder über den genauen Weg streiten, wie wir zu einer optimalen medizinischen Versorgung im Land kommen. Wenig überraschend hat die CDU dann immer vor allem den einen Vorschlag, Medizinstudienplätze zu schaffen, wobei sie dieses Mal immerhin schon in ein Nachbarland ausgewichen ist. (Unruhe im Hause) Das nenne ich die bedeutendste Innovation, die die CDU-Fraktion in diesem Hause bisher eingebracht hat. Wenn sie hier nichts durchsetzen kann, dann setzt sie es in anderen Landtagen durch. Das ist aber auch schiefgegangen. Tut mir leid. (Zurufe von der CDU) Wir tun etwas sehr Vernünftiges. Wir werden mit dem Medizincampus Koblenz 50 Studienplätze mehr zur Verfügung stellen. Sie sprechen von Ihren Erfahrungen und Einschätzungen. Ich halte mit dem Marburger Bund dagegen, der die medizinische Versorgung in Deutschland gesichert sieht, wenn die Medizinstudienplätze bundesweit um mindestens 10 % gesteigert werden. (Unruhe im Hause) In Rheinland-Pfalz hatten wir bislang 450 Studienplätze. Zusammen mit dem Medizincampus Koblenz werden es 500 sein. Das ist eine Steigerung um gut 11 % und entspricht der Forderung, die der Marburger Bund vorgetragen hat. Das ist immerhin die Interessenvertretung eines großen Teils der Ärzteschaft in Deutschland. Wir alle wissen, es reicht nicht aus. Schauen wir auf die absoluten Zahlen. Liebe Kolleginnen und Kollegen der CDU, das räumen Sie selbst ein. (Unruhe im Hause) Im Antrag gibt es den Satz: „Das Saarland bildet zwar im Bundesländervergleich überdurchschnittlich viele Medizinstudentinnen und Medizinstudenten aus (ca. 270 pro Jahr), profitiert selbst davon aber nur unterdurchschnittlich.“

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