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Gordon Schnieder

CDU 13.06.2024 Sitzungen 18/67

Herr Präsident, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Problem, das wir heute beschreiben, ist drängend. Es ist wichtig. Ich bin dankbar, dass die FREIEN WÄHLER das noch einmal aufgegriffen haben, damit wir das Ganze heute noch einmal tief beleuchten können, insbesondere dankbar für das, was ich gerade vernommen habe; denn das war in der Vergangenheit so nicht zu hören (Abg. Lisa-Marie Jeckel, FREIE WÄHLER: Doch!) und es hätte den FREIEN WÄHLERN gut gestanden, im April unserem Antrag zuzustimmen. Deswegen kann ich nur sagen, dass sie es heute tun: CDU wirkt. Vielen Dank. (Beifall der CDU – Heiterkeit der Abg. Josef Winkler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Joachim Paul, AfD) So aber haben wir die Möglichkeit, heute noch einmal darüber zu sprechen. Wir haben eine bedeutende Anzahl von Grundschulkindern, die nicht grundschulreif sind, und das ist nichts Neues. Wir haben einen ganz bedeutenden Anteil von jungen Menschen, die die Schule verlassen und die nicht ausbildungsreif sind. Ich will heute gar nicht darüber spekulieren, ob es da eine Personenidentität gibt, aber manches spricht dafür. Das liegt hauptsächlich – neben den Vorläuferfähigkeiten, die meistens fehlen oder in diesen Fällen fehlen – an der Sprache. Das haben wir jetzt zweimal gehört; denn Sprache ist der Schlüssel für Bildung, für Bildungskarrieren, (Abg. Sven Teuber, SPD: Ja!) aber auch für gesellschaftliche Teilhabe, (Abg. Sven Teuber, SPD: So ist es!) auch für demokratische Diskussionen (Abg. Sven Teuber, SPD: Ja!) und Zukunft für einen erfolgreichen Bildungsweg. (Abg. Sven Teuber, SPD: Ja!) Ich will gar nicht darüber streiten und mich falsch darüber auslassen, ob das Sprachbad immer falsch war. Ich glaube, dass das in Zeiten, als wir wenige Kinder in einer großen Klasse hatten, gewirkt und funktioniert hat. Wir merken jetzt aber, es funktioniert nicht mehr. Das Sprachbad ist nicht mehr die richtige Antwort auf die Fragen der Zeit. (Beifall der CDU sowie des Abg. Helge Schwab, FREIE WÄHLER) Wenn in diesem Jahr wiederholt an der Gräfenau-Grundschule fast jedes dritte Kind die Empfehlung bekommt, das erste Schuljahr zu wiederholen, müssen wir eines feststellen und attestieren, genau wie wir das beim kommunalen Finanzausgleich auch gemacht haben: Gräfenau hat kein Alleinstellungsmerkmal. Gräfenau ist flächendeckend im Land, nicht so tief ausgeprägt, aber bedeutend ausgeprägt. (Zuruf von der SPD: Ach, Quatsch!) Wiederholer in der ersten Klasse in Koblenz 49, Frankenthal 46, Westerwaldkreis 78, Ludwigshafen gesamt 144. Wir haben einen Anstieg dieser Kinder seit dem Jahr 2015 um über 56 %, meine Damen und Herren. (Zuruf von der CDU: Hört, hört!) Diese Zahlen müssen alarmieren, und ich brauche nicht noch zusätzlich (Beifall der CDU –

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