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Dr. Christoph Gensch

CDU 13.06.2024 Sitzungen 18/67

Sehr geehrte Damen und Herren, vielleicht vorab, ich neige nicht dazu, mit Kritik an den Grünen in einigen Politikfeldern zu sparen. Damit, den Grünen jetzt beim Tierschutz mangelnde Sensibilität oder mangelnden Einsatz vorzuwerfen, tue ich mich aber etwas schwer. Das muss ich jetzt wirklich sagen. (Beifall und Heiterkeit bei der CDU, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP) Vielleicht ganz grundsätzlich, ich meine, wir sind uns alle einig, dass die Tierheime in Rheinland-Pfalz eine unverzichtbare Arbeit für unsere Gesellschaft leisten, indem sie hilflosen und misshandelten Tieren Schutz, Pflege und eine Chance auf ein neues Zuhause bieten. Ich glaube, es ist uns allen ein grundlegendes Bedürfnis, dass wir diese wertvolle Arbeit angemessen würdigen und unterstützen. Daher auch noch einmal mein Dank an alle Ehrenamtler aus dem Tierschutz. Vor Ihnen kann man wirklich nur den Hut ziehen. (Beifall der CDU, bei der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP) Stellvertretend möchte ich Nadine Bender vom Zweibrücker Tierheim nennen und mich bei ihr bedanken. Mit ihrem Einsatz steht und fällt das ganze Heim. So haben wir auch konkret als Kommune unsere Zuwendungen an das Tierheim in den letzten Haushaltsberatungen mit Anträgen von CDU und SPD deutlich erhöht. Meine Damen und Herren, ich will aber auch nicht verschweigen, dass unser zugrunde liegendes Problem tatsächlich ein anderes ist bzw. ich möchte Ihnen das einmal mit ein paar Zahlen schildern, und zwar ist die Popularität von Haustieren in den letzten zwei Jahrzehnten in Deutschland extrem gewachsen. Ich will Ihnen da einmal ein paar Zahlen nennen. Wir haben tatsächlich rund 35 Millionen Tiere – Hunde, Katzen, Kleintiere und Vögel – in deutschen Haushalten. Das sind plus 12 Millionen seit 2011, plus 12 Millionen. Das zeigt vielleicht das ganze Ausmaß des Problems, das daraus entstanden ist. Die Corona-Pandemie hat die Anzahl aus nachvollziehbaren Gründen noch einmal erhöht. Nun sind die Tierheime mit einer Flut von Tieren konfrontiert, und die Gründe für die Abgabe der Tiere sind vielfältig: Überforderung, zu wenig Zeit, weniger Homeoffice, steigende Kosten für Tierarzt, Nahrung und Pflege der Tiere. Bevor ich hier den Staat um eine Finanzierung und Komplettlösung des Problems bitte, geht deshalb mein dringender Appell wirklich an die Bürger, dass sich jeder noch einmal sehr genau überlegen soll, ob er sich tatsächlich ein Tier anschafft und für dieses langfristige Projekt tatsächlich ausreichend gerüstet ist. Nicht für alles ist der Staat verantwortlich. (Beifall bei der CDU und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN –

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