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Marco Weber

FDP 18.04.2024 Sitzungen 18/65

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Übergang von der Kita zur Grundschule ist ein entscheidender Lebensabschnitt für unsere Kinder. Es ist ein Moment der Veränderung, der Chancen und der Herausforderungen. Die Bedeutung dieses Übergangs für die individuelle Entwicklung jedes Kindes ist unumstritten. Deshalb ist eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen von größter Wichtigkeit. Diese Zusammenarbeit ist nicht nur pädagogisch sinnvoll, sondern auch rechtlich fest verankert, um den Übergang so gestalten zu können, dass er den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird. Insbesondere im letzten Kitajahr sollen Kitas und Grundschulen Bildungskonzepte untereinander abstimmen und Informationen für die Kinder, Eltern und pädagogischen Kräfte zur Verfügung stellen. Die Landesregierung unterstützt diese Zusammenarbeit zusätzlich mit einer halben Million Euro jährlich. Meine sehr geehrten Damen und Herren, im Koalitionsvertrag haben wir uns als Ampelkoalition dazu verpflichtet, die systemische Verzahnung zwischen Kitas und Grundschulen weiter auszubauen. Aktuell laufen bereits Modellprojekte, die die bedarfsgerechte Übergangsgestaltung untersuchen und systematisieren. Diese Projekte sollen aufzeigen, wie eine optimale Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen aussehen kann, um den Übergang für die Kinder so reibungslos und unterstützend wie möglich zu gestalten. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die sprachliche Bildung. So werden Fortbildungsformate zur sprachlichen Bildung entwickelt, um pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte am Übergang Kita/Grundschule bestmöglich zu unterstützen; denn wir sind uns bewusst, dass heterogene Klassen und der daraus folgende Bedarf an Sprachförderung in unseren Schulen eine große Herausforderung darstellt. Deshalb haben wir einen Neun-Punkte-Plan entwickelt, der unter anderem eine vorgezogene Schulanmeldung vorsieht, um frühzeitig den Sprachstand der Kinder festzustellen und gezielt zu fördern. Hieran schließt sich das bewährte Sprachförderverfahren für Kinder an, die Kindertageseinrichtungen besucht haben. Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die sowohl an Kindertagesstätten als auch an den Grundschulen den Übergang gestalten sollen, etwa das Sozialraumbudget, die Schulsozialarbeit oder die Einrichtung von Familiengrundschulzentren. (Beifall bei der SPD) – Danke. Auch das neue Startchancen-Programm sieht ein Chancenbudget sowie mehrere multiprofessionelle Teams für Grundschulen vor. Aus unserer Sicht sind daher viele Forderungen der CDU in der Umsetzung und ermöglichen bereits jetzt eine individuelle und an die Herausforderungen vor Ort angepasste Förderkulisse für die Kinder. Meine sehr geehrten Damen und Herren, erlauben Sie mir abschließend noch eine Anmerkung. Ich bin ein großer Fan der Serie „Yellowstone“, die die Landschaft von Montana sehr gut im Blick hat. Frau Nieland, so weit kann die Landschaft in Montana gar nicht sein, in der Sie sich verritten haben. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Vereinzelt Heiterkeit im Hause)

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