Dr. Bernhard Braun
(Abg. Martin Brandl, CDU: Manchem würde ein Praktikum auf einem Hof echt guttun! – Vereinzelt Heiterkeit bei der CDU) – Ja, Herr Brandl, dann machen Sie doch eins. (Vereinzelt Heiterkeit im Hause) 1831 hat der bekannte Dichter Adalbert von Chamisso sein Gedicht „Das Riesenspielzeug“ geschrieben. Darin wird erklärt, wie wichtig der Bauer ist, weil die Riesenkinder das nicht wussten. Sie wollten mit dem Bauern spielen. Dann hat der Vater gesagt: Bring den Bauern zurück auf den Acker, weil er wichtig für uns ist. Es heißt da, „denn wäre nicht der Bauer, so hättest du kein Brot“. Ich will das nur einmal sagen. Das ist keine neue Diskussion zwischen Städtern und Riesen und anderen, sondern es ist immer die Diskussion, wie wichtig die Landwirtschaft ist. Ich habe gestern schon gesagt, da ich selbst aus der Landwirtschaft komme, hatte ich schon das Gefühl und habe auch noch das Gefühl, wie wichtig die Landwirtschaft ist. Ich halte es auch für falsch, Herr Zehfuß und andere, dass Sie hier sagen, nur Landwirte dürften über Landwirtschaft reden. (Zurufe von der CDU) So kommen Sie nicht in die gesellschaftliche Debatte. (Weitere Zurufe von der CDU und von den FREIEN WÄHLERN) – Ja, nur der, der Ahnung hat, und Ahnung hat nur der, der studiert und 40 Jahre Praxis hat. Wer soll das sein, wenn es kein Landwirt ist? Meine Damen und Herren, eine gesellschaftliche Debatte kann man so nicht gewinnen. (Zuruf des Abg. Marcus Klein, CDU – Weitere Zurufe von der CDU – Glocke des Präsidenten) – Herr Klein, ich will doch, dass die Landwirtinnen und Landwirte den Kampf um die Akzeptanz, um die Anerkennung und um die fairen Preise gewinnen. Sie haben gestern einen Antrag gestellt. Gemeinsam sollen wir für die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz einstehen. (Zuruf des Abg. Markus Stein, SPD) Wir versuchen es doch zu tun. Wenn wir uns dann zur Landwirtschaft bekennen, dann heißt es, Ihr dürft gar nicht, Ihr habt keine Ahnung, nur wir dürfen das. (Zurufe von der CDU und Zuruf des Abg. Helge Schwab, FREIE WÄHLER) – Zu Ihrem Thema komme ich noch, Herr Schwab. Meine Damen und Herren, ich will Ihnen nur noch einmal klarmachen, man kann eine Debatte nur gewinnen, wenn man offen mit anderen spricht, wenn man Mehrheiten organisiert. Herr Schwab, Sie haben von Städtern gesprochen, die nicht wissen, was auf dem Land los ist. Man muss die Leute gewinnen und nicht trennen und beschimpfen, sondern man muss dafür kämpfen, dass das, was in der Landwirtschaft geleistet wird – da wird viel geleistet, wir müssen nicht über sieben Tage reden –, anerkannt wird. Ich war in meinem Leben auch nur zweimal mit meinen Eltern in Urlaub, weil wir Vieh hatten. Meine Damen und Herren, es ist doch nicht so, dass wir alle nicht wissen, was Landwirtinnen und Landwirte leisten. Wir müssen es aber anerkennen. Dann kommen Sie von der FWG und sagen – – – (Zurufe der Abg. Helge Schwab und Patrick Kunz, FREIE WÄHLER) – Lassen Sie mich doch, ich rede. (Zurufe der Abg. Helge Schwab und Patrick Kunz, FREIE WÄHLER) Dann kommen Sie von den FREIEN WÄHLERN (Beifall der Abg. Helge Schwab und Patrick Kunz, FREIE WÄHLER –
