Peter Stuhlfauth
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren! So sehr mich die Lilly-Ansiedlung freut, so sehr weiß ich, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, wie vorhin erwähnt. (Zurufe von der CDU: Oh! Ah!) Umgekehrt weiß ich leider auch, ein Unglück kommt selten allein. Wenn große Industriebetriebe schließen oder massiv abbauen, dann führt dies für die Zulieferer oft zu demselben Schicksal. Die industrielle Stärke Deutschlands sind sogenannte Cluster. Wenn sich die Cluster in der Automobilindustrie, im Maschinenbau oder in der Chemie auflösen, wankt ganz Deutschland. Was passiert, wenn Clusterindustrien fallen, erlebte die Pfalz in den 1970erJahren, als die Schuhindustrie verschwand. Bis heute hat sich die Pfalz nicht von der Deindustrialisierung erholt. Bei Clustern muss die Deindustrialisierung sofort gestoppt werden, sonst verstärkt sie sich selbst. Die Vernetzung der Clusterunternehmen nimmt ab, Logistik wird teurer, aufwendiger und anfälliger, weil Lieferketten nachhaltig gestört werden. (Abg. Josef Winkler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Die Lösung?) Der Austausch von Experten und Forschern und der damit einhergehende Innovationswettbewerb nehmen drastisch ab. Deindustrialisierung von Clustern ist ein Teufelskreis. Den Teufelskreis müssen wir stoppen. Dazu brauchen wir eine andere Politik in Bund und Land, eine Trendumkehr. Daher erneuere ich meinen Appell. Senken Sie die Energiepreise drastisch, senken Sie die Bürokratie und Klimaauflagen. Steuern Sie die Zuwanderung: Nein zu Analphabeten und ihrer Zuwanderung in die Sozialsysteme, umgekehrt ein lautes Ja zu echten Fachkräften, die sich in unseren Arbeitsmarkt und in unsere Kultur positiv einbringen. Die AfD steht für die nötige Trendumkehr bereit. Danke. (Beifall der AfD)
