Marco Weber
Sehr geehrter Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die jüngsten Ergebnisse der PISA-Studie 2022 werfen ernste Fragen auf, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern. Besorgniserregend ist der deutliche Rückgang der Leistungen unserer Jugendlichen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften im Vergleich zu von vor vier Jahren. Bei genauerer Betrachtung der spezifischen Ergebnisse fällt auf, dass Deutschland nur noch in den Naturwissenschaften signifikant über dem Durchschnitt der OECD-Staaten liegt. In Mathematik und Lesen entsprechen die Ergebnisse nun dem OECD-Durchschnitt. Die Abnahme der Fähigkeiten bei Jugendlichen ist ein weltweites Phänomen, aber die Leistungseinbußen in Deutschland sind überdurchschnittlich groß. Die PISA-Studie verdeutlicht, dass wir das hohe Niveau aus den Jahren nach der Jahrtausendwende nicht mehr halten können. Die Ursachen sind vielfältig, aber drei Punkte möchte ich besonders hervorheben. Erstens haben alle Bundesländer und der Bund bei der Digitalisierung der Schulen zu spät und zu langsam reagiert. Dies führt zu einer unzureichenden Integration von digitaler Bildung und modernem Unterricht. (Abg. Michael Frisch, fraktionslos: Als ob das der Grund wäre!) Zweitens war die flächendeckende Schulschließung aufgrund fehlender digitaler Mittel ein großer Fehler. Dessen Folgen werden wir in Bund und Land noch Jahre sehen. Drittens besteht weiterhin eine enge Verbindung zwischen Bildungserfolg, sozioökonomischem Status der Familie sowie Zuwanderungshintergrund. Meine sehr geehrten Damen und Herren, unsere Maßnahmen zielen darauf ab, den langfristigen Negativtrend umzukehren und die Bildungskrise zu bewältigen. Die Ampelkoalition hat bereits vor der PISA-Studie Maßnahmen ergriffen, um die Basiskompetenzen in Mathematik, Lesen und Schreiben zu stärken. (Beifall der FDP, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD –
