Fabian Kirsch
Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich war ein bisschen verwundert, dass dem Eigenlob der Landesregierung schon widersprochen wurde, bevor die Landesregierung die Gelegenheit hatte, sich selbst zu loben, aber vielleicht geschah es auch einfach präventiv. Die Beantwortung der Großen Anfrage belegt, Rheinland-Pfalz ist ein Medienland. Die Medienbranche und die Kreativwirtschaft sind in ihrer Gesamtheit von großer Bedeutung für die Wirtschaft, den Arbeitsmarkt und die Kultur. Die Landesregierung hat, wie Sie alle wissen, im Koalitionsvertrag eine Medienförderung angekündigt und zügig umgesetzt. Sie hat in Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern ein attraktives und innovatives Angebot für die Kreativ- und Games-Branche geschaffen. Unsere Medienförderung ist modern und zeitgemäß, sie fördert innovative digitale Formate im audiovisuellen Bereich und in der Games-Branche. Um die Games-Branche nachhaltig zu fördern und zu entwickeln, vernetzen wir die Akteure auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Hierbei leisten sowohl GameUp! als auch die Medienförderung Rheinland-Pfalz einen herausragenden Beitrag durch ihre Vernetzungs- und Betreuungsarbeit. Wir sind stolz darauf, dass GameUp! und die Medienförderung RLP rheinlandpfälzischen Entwicklerstudios die Möglichkeit geben, sich auf der weltweit größten Computerspielmesse, der gamescom in Köln, zu präsentieren und Kontakte zu nationalen und internationalen Akteuren zu knüpfen. Es geht aber auch um den Austausch von Technologien und Wissen zwischen der Games-Branche und anderen Wirtschaftszweigen. Rheinland-Pfalz bietet als Innovations- und Medienstandort dafür ideale Bedingungen. Der Standort Rheinland-Pfalz gewinnt zudem für Games zunehmend an Beliebtheit. Das ist erwähnt worden. Laut dem game-Branchenbarometer hat sich RheinlandPfalz in den letzten Jahren um zwei Plätze verbessert und belegt nun den siebten Rang unter allen Bundesländern. Diese positive Entwicklung ist auch auf die Medienförderung zurückzuführen. (Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) Seit der ersten Förderrunde im zweiten Halbjahr 2021 legen wir den Fokus auf innovative digitale Formate. Besonders im Bereich Nachwuchs können wir selbstständige Fachkräfte und kleine Studios unterstützen, sich in RheinlandPfalz eine Existenz aufzubauen. Inhaltlich muss es weder mir noch irgendjemandem hier im Raum oder sonst jemanden gefallen – es gibt auch Leute, denen es gefällt –, aber es gibt eine Jury, (Abg. Joachim Paul, AfD: Die keine Ahnung hat!) die auf Grundlage von Förderrichtlinien darüber entscheidet – das ist auch gut so –, dass das nicht nach individuellen Geschmäckern oder Nichtgeschmäckern geht. Letzte Woche endete die Einreichungsfrist der aktuellen Förderrunde. Die Bilanz: 104 gestellte Anträge. In den bisherigen fünf Förderrunden sind insgesamt 424 Anträge eingereicht worden. Die hohe Nachfrage belegt die Attraktivität der Förderung. Regelmäßige Evaluierungen der Medienförderung sind die Basis für kontinuierliche Weiterentwicklung. Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Medien- und Games-Branche wird in den nächsten Jahren weiterhin ein erhebliches Wachstum verzeichnen, das wir nach Kräften weiter fördern werden. Vielen Dank. (Beifall der SPD und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Cornelia Willius-Senzer, FDP)
