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Tobias Vogt

CDU 08.11.2023 Sitzungen 18/53

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz sind ein wichtiger Faktor im Tourismus und erfreuen sich hoher Besucher- und Übernachtungszahlen. Als dreifacher Familienvater kann ich an der Stelle nur bestätigen, es ist in der heutigen Zeit von steigenden Preisen gar nicht mehr so einfach, ein bezahlbares Hotel für eine Familie zu finden. Die 37 Jugendherbergen im Land sind daher für Familien eine wichtige Alternative zu einem herkömmlichen Hotel. (Beifall der CDU und bei den FREIEN WÄHLERN) Dazu kommt, dass man oft mit drei kleinen Kindern auch gar keine Hotels findet, die entsprechende Zimmerkapazitäten mit ausreichender Größe zur Verfügung stellen. Jugendherbergen sind darüber hinaus mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Sie sind wichtige außerschulische Lernorte für Kinder und Jugendliche, die Gemeinschaft und soziale Fähigkeiten fördern. Daher unterstützen wir als CDU-Landtagsfraktion seit vielen Jahren die Arbeit der Jugendherbergen. Bereits im Jahr 2020 forderten wir in einem Entschließungsantrag eine ausreichende Bezuschussung der Jugendherbergen. Gerade das Zusammenspiel von Tourismus, Kultur und Sozialförderung macht Jugendherbergen einzigartig, und für die über 900 Beschäftigten sind die Jugendherbergen nicht nur ein beachtlicher Arbeitgeber. Sie unterstützen Vereine und Verbände bei der Arbeit in Sport, Kultur und der Musik. Die gesellschaftliche Arbeit der Jugendherbergen für Familien, Kinder und Jugendliche ist in der heutigen Zeit wichtig, so wie es eh und je der Fall war. Dabei ist die finanzielle Situation, wie es auch Herr Dr. Streit schon erwähnt hat, für viele Jugendherbergen derzeit alles andere als komfortabel. Dass die Landesregierung in dieser Situation diese Einrichtungen im Doppelhaushalt 2023/2024 nur mit 205.000 Euro jährlich bezuschusst und die Ampelregierung auf Bundesebene die Zuschüsse um etwa 75 % auf 900.000 Euro kürzt, wie es Herr Dr. Streit ebenfalls schon erwähnt hat, ist für uns als CDU vollkommen unverständlich. (Beifall der CDU und bei den FREIEN WÄHLERN) Das hat der ehemalige Innenminister Bruch bei uns in der Fraktion entsprechend kundgetan, und ich gehe davon aus, dass dieser Unmut auch der Landesregierung bekannt ist. In meinem Wahlkreis konnte ich das am Beispiel der Jugendherberge in Sargenroth auch selbst erfahren. Trotz der Finanzzusagen der finanzschwachen Ortsgemeinde Sargenroth, die nun wirklich nicht auf Rosen gebettet ist – im Gegensatz zu vielen anderen Ortsgemeinden bei uns in der Region –, Zusagen der Verbandsgemeinde und des Rhein-HunsrückKreises konnte die Jugendherberge seinerzeit nicht gehalten werden. Zum Glück wurde jetzt ein neues und sehr beeindruckendes Konzept für die Jugendherberge in Sargenroth entwickelt. Damit künftig solche Konzepte umgesetzt werden können und keine weiteren Schließungen drohen, muss das Land handeln, wenn die Bundesampel die Zuschüsse für die Jugendherbergen eindampft. (Beifall der CDU und bei den FREIEN WÄHLERN) Die CDU steht seit vielen Jahren an der Seite der Jugendherbergen. Folglich stimmen wir dem Entschließungsantrag der FREIEN WÄHLER zu und unterstreichen damit unsere Forderung, die wir bereits seit Jahren an die Landesregierung herantragen. (Beifall der CDU und bei den FREIEN WÄHLERN)

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