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Michael Ebling

08.11.2023 Sitzungen 18/53

Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Meine Damen und Herren Abgeordnete hier im Landtag! Für die Landesregierung will ich noch einmal eines hervorheben: Es bleibt unser Ziel, dass jedes Kind am Ende der Grundschulzeit sicher Schwimmen beherrschen sollte. Das ist ein hoher Anspruch, aber dem Anspruch stellen wir uns. Es ist deshalb gut, weil Schwimmen so wichtig ist und weil es für die Entwicklung der Kinder und auch für die Erwachsenen für die Gesundheit und für all das, was damit zusammenhängt – für Sport, Motivation und vieles andere mehr –, wichtig bleibt, sodass es sich lohnt, jede einzelne Idee zu überprüfen, wie man es verbessern kann, wie man es verstärken kann. Ich finde aber, es gehört auch ein bisschen zum fairen Umgang miteinander dazu, dass dann, wenn man eine Idee wie die des Schwimmcontainers auf Herz und Nieren prüft, sie nach allen Seiten im Hinblick auf Pädagogik, Nutzen, Aufwand, Kosten abklopft und sie in einer Anhörung betrachtet, es am Ende des Tages keinen Pluspunkt und keine unterstützenswerte Stimme dafür gibt, sondern sie das ist, was Sie schon mehrfach dargestellt haben: Es ist ein „Nice to have“, es ist ein sicherlich erweitertes Angebot, aber es ist nicht sinnvoll, es in die pädagogische Arbeit der Schulen als Standard zu integrieren, weil die Wasserfläche viel zu klein ist und dort, wo wir solche Modellprojekte schon haben – die gibt es auch in Rheinland-Pfalz –, teilweise die Wasserqualität mehr als fragwürdig ist. Am Ende kann sich gleichzeitig nur einmal eine Handvoll darin aufhalten. Selbst im Bundesland mit den kleinsten Grundschulklassen heißt das bei unter 20 Kindern in einer Grundschulklasse, dass vielleicht fünf Kinder im Container und 15 drumherum sind. Für die 15 ist das ja dann ein „tolles“ Erlebnis. Insofern bleibt es dabei, dass wir uns konzeptionell für einen anderen, für einen etwas nachhaltigeren Weg deutlich entschieden haben. Dazu gehört es auch anzunehmen, dass Anspruch und Wirklichkeit in dieser Zeit – deshalb diskutieren wir es auch – auseinanderfallen und wir deshalb in Gesprächen mit den Verantwortlichen über die Wasserzeiten und die Bäderkosten letztendlich erreichen wollen, dass es weiterhin ausreichend Wasserflächen für das Schulschwimmen gibt und weiterhin Lücken beim Schwimmunterricht geschlossen werden. Im Übrigen tun wir das, was auch in der Anhörung notwendigerweise als Flaschenhals identifiziert worden ist. Es geht nämlich nicht nur um die Wasserfläche, sondern es geht insbesondere darum, dass Menschen Schwimmen lernen können müssen. Mit dem DLRG-Projekt haben wir allein in den Jahren 2021 und 2022 – ich nenne nur einmal die Zahlen für das Jahr 2022 – 60 Vereine mit über 4.200 Kindern und die Ausbildung von 55 Schwimmtrainern erreicht. Das ist nachhaltige Unterstützung und damit auch Sicherung des angesprochenen Ziels und Anspruchs, dass Kinder sicheres Schwimmen beherrschen sollten. Ich will ausdrücklich erwähnen, weil das auch im Antrag der Ampelfraktionen zum Ausdruck kommt, dass sich das mit Ferienbetreuungsmaßnahmen ergänzt, bei denen im Blockunterricht in den Ferien sicheres Schwimmen gelernt wird. Das wird natürlich dadurch ergänzt, dass wir im Rahmen weiterer Projektmaßnahmen gerade auch das Kinderschwimmen unterstützen. Die Haushaltsmittel dafür sind zur Verfügung gestellt worden. Vor allen Dingen sind sie in der letzten Zeit auch ausgeweitet worden. Das ist erkennbar zielführend. Deshalb will ich mich ausdrücklich dafür aussprechen, dass wir diese konzeptionellen Ansätze weiter verstärken und auch in Zukunft fahren. Das greift der Antrag der Ampelfraktionen erkennbar auf. Ich glaube, dass das der zielführendere Weg ist. Deshalb würde ich mich ausdrücklich dafür aussprechen wollen, dass dieser Antrag heute Ihre Unterstützung findet, weil er mit den Zielen der Landesregierung im Einklang steht. Vielen Dank. (Beifall der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Marco Weber, FDP)

Protokoll ↗