Dr. Anna Köbberling
Danke schön, Herr Präsident. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vergangene Woche hat der DGB in Mainz zu einer Fachkräftekonferenz eingeladen. Einer der Hauptredner, Professor Gerhard Bosch von der Universität DuisburgEssen, sagte zwei Sätze, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Ich zitiere mit Ihrer Erlaubnis: Fachkräfte sind das Geheimnis der deutschen Wettbewerbsfähigkeit. – Das war der eine Satz. Der zweite ist ein bisschen besorgniserregender: Der Fachkräftemangel gefährdet die Transformation. – Immer wieder beschäftigen wir uns aus gutem Grund im Ausschuss, im Plenum und in den anderen Ausschüssen mit dem Thema „Fachkräfte“. Wir sind sehr froh, dass es den ovalen Tisch der Ministerpräsidentin gibt, an dem zusammen mit der Politik, mit den Kammern, mit der Agentur für Arbeit, den Verbänden und den Gewerkschaften jetzt schon zum dritten Mal eine Fachkräftestrategie ausgearbeitet wurde, die sich mit den Themen der Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung in der Zukunft beschäftigt. Wir begrüßen auch die Änderung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes auf Bundesebene, die die Zuwanderung in Arbeit erleichtert. Nach RheinlandPfalz werden zum Beispiel eine Reihe junger Menschen zur Ausbildung aus Ruanda kommen. Das haben Sie, Frau Ministerin Schmitt, vor Kurzem verabredet. Ohne Zuwanderung wird es einfach nicht gehen, genauso wenig, wie es nicht ohne die sogenannte Hebung der stillen Reserven geht, womit die verstärkte Ansprache von Frauen und älteren Menschen gemeint ist. Insofern sind wir froh, dass wir in Rheinland-Pfalz schon sehr früh auf die freiwillige Ganztagsschule gesetzt haben und jetzt auch die siebenstündige durchgängige Betreuung in den Kitas Wirklichkeit wird; denn nur damit ist die Berufstätigkeit beider Eltern möglich. Die Frauenerwerbstätigkeit ist in Deutschland im internationalen Vergleich leider immer noch unterdurchschnittlich. (Abg. Joachim Paul, AfD: „Leider“! –
