Dr. Jan Bollinger
– Vielen Dank, Frau Präsidentin. – – und wenn wir die deutlichen Fortschritte der Forschung zum Coronavirus und die genannten Einschätzungen der Enquete-Kommission berücksichtigen und man bereits damals der Auffassung war, dass eine parlamentarische Aufarbeitung der pandemischen Lage, der Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen richtig war, dann kann man nur zu der Erkenntnis gelangen, dass eine weitergehende, umfassendere und vertiefende Aufarbeitung, die an die Arbeit der damaligen Enquete-Kommission anschließt, jetzt erst recht erforderlich und angemessen ist. Danke, dass Sie zustimmen. Andernfalls müsste man an einem objektiven, ehrlichen und durchaus selbstkritischen Aufklärungswillen zweifeln, der mit der Einsetzung der damaligen Enquete-Kommission zum Ausdruck gebracht werden sollte, zumal die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen nach wie vor in nicht unerheblichem Maße spürbar und keineswegs überwunden sind. (Zuruf des Abg. Benedikt Oster, SPD) Menschen, die sich kritisch zu Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen äußerten oder aus berechtigten Gründen gegen eine Schutzimpfung entschieden, wurden teilweise diffamiert und ausgegrenzt und fühlen sich bis heute stigmatisiert. (Zuruf des Abg. Marco Weber, FDP) – Interessant, dass Sie das lustig finden, Herr Weber. Menschen, die Impfschäden infolge einer Impfung davongetragen haben, leiden heute noch unter den unzureichenden Hilfsangeboten. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Ne!) Kinder und Jugendliche leiden infolge der pandemischen Lage und der Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen vermehrt an psychischen Erkrankungen. Links von mir scheint ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom vorzuliegen. Deshalb sollten Sie mir zuhören; denn die Auswirkungen der Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen auf den Bildungserfolg von Kindern sind nach wie vor präsent. Vor vielen Fehlern und deren Konsequenzen wurde hinreichend gewarnt, (Abg. Benedikt Oster, SPD: Vor der AfD wird ja auch gewarnt!) vor den negativen Auswirkungen der lang anhaltenden Schließungen der Schulen, die mittlerweile selbst Herr Lauterbach als Fehler bezeichnet, oder der umfassenden Lockdowns von Einzelhandel und Gastronomie. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Was?) – Manchmal findet das blinde Huhn auch einmal ein Korn. So ist das. Nur wenn diese Fehler umfassend, tiefgehend und transparent aufgearbeitet werden, kann ausgeschlossen werden, dass sich dies in Zukunft wiederholt. (Beifall der AfD –
