Jaqueline Rauschkolb
Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich wollte ich nichts mehr sagen. Ich finde, dass diese Debatte einen Zungenschlag bekommen hat. Wir reden über einen Krieg, der in unserer Nähe stattfindet. Es sind Felder vermint. Es sind Felder zerbombt. (Abg. Michael Frisch, AfD: Wir reden über Ernährungssicherheit!) Es ist ein Staudamm gesprengt worden. Das heißt, die Felder werden in Zukunft nicht mehr bestellt werden können. Herr Schönborn, ich weiß, Sie stehen nicht so auf Öffentlich-Rechtliche, wir schon. Die Tagesschau sagt, 10 bis 15 %, Sie haben 3 % gesagt, der Getreideexporte sind aus der Ukraine. Ich würde sagen, das macht etwas für die Weltbevölkerung aus. Ich weiß, dass Ihnen alle anderen auf der Welt nicht so wichtig sind wie der eigene Bürger. Das haben wir heute schon oft gehört. (Abg. Michael Frisch, AfD: Unsinn, was soll denn das? Wir reden hier über Rheinland-Pfalz!) Am Ende geht es auch um Solidarität. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP – Zuruf des Abg. Michael Frisch, AfD) Es geht in der Debatte um Solidarität weltweit mit den Menschen, die auf der anderen Seite der Weltkugel, etwa in Afrika leben und wenig dafür können, wo sie geboren sind. Es geht darum, dass wir diese in Zukunft unterstützen. Das hat die Entwicklungsministerin gesagt. Das habe ich in meiner Rede gesagt, falls Sie zugehört haben. (Abg. Michael Frisch, AfD: Aber doch nicht als Aktuelle Debatte im Landtag!) Am Ende geht es uns alle etwas an. Wir haben in den Debatten, falls Sie zugehört haben, gesehen, dass es uns und unseren Landwirtinnen und Landwirten etwas ausmacht. Die Preise sind global. Die Preise werden nicht in Deutschland gemacht. Wir exportieren Dinge. Wir brauchen in RheinlandPfalz nicht alles, was wir erzeugen, für uns selbst. Deswegen ist es wichtig, ob sich Dinge verteuern, wie es weltweit mit dem Wasser aussieht und wie sich die Situation bei der Energie darstellt. (Zuruf des Abg. Michael Frisch, AfD) Das sind alles wichtige Dinge. (Zuruf des Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD) Mir ist es wichtig, am Ende zu sagen, wir machen vieles. Es muss sich am Ende die Waage halten zwischen Natur- und Umweltschutz. Es ist wichtig, dass man nachhaltig arbeitet, aber die Landwirtinnen und Landwirte brauchen Zuversicht und Chancen für die Zukunft. Wir machen viele Dinge, die in den Reden gesagt worden sind, um dies zu unterstützen. Wenn Sie das nicht wahrhaben wollen, ist das Ihr Problem. Ich finde es krude, wie das in der Debatte läuft. Es wird kleingeredet. Es gibt einen kleinen Konflikt. (Glocke der Präsidentin) Es ist ein schlimmer Angriffskrieg. Hunger als Waffe darf von uns nicht akzeptiert werden. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP – Zuruf des Abg. Michael Frisch, AfD)
