Katharina Binz
Vielen Dank. – Das gibt mir jetzt auch die Möglichkeit, noch ganz kurz auf etwas einzugehen, für das eben keine Zeit war. Das ist die Begründung, warum ich Ihnen nicht zustimme, dass wir in kurzer Zeit Ihren Antrag übernehmen werden. Ich möchte mich dem anschließen, was Kollegin Schneid gesagt hat. Was wir brauchen, wenn wir Kinder und Jugendliche an Kultur heranführen, sind strukturelle Änderungen in unserer Kulturlandschaft. Wir müssen kulturelle Bildung weiter stärken, die Vermittlungsarbeit in allen kulturellen Einrichtungen stärken, das Angebot anders aufstellen. Publikumsentwicklung ist gerade ein Riesenthema in der Kulturpolitik, Publikumsentwicklung für eine Gesellschaft, die immer vielfältiger, aber auch immer älter wird und in der die Jüngeren gerne einmal beim Angebot hinten runterfallen. Das sind die Punkte, die wir in den Blick nehmen müssen, wenn wir Kinder und Jugendliche stärker an Kultur heranführen. Das ist auch das, was wir innerhalb der Kulturentwicklungsplanung diskutieren. Ich glaube, wir sollten an der Stelle als Land strategisch dranbleiben und dafür unsere Ressourcen einsetzen. Wenn der Bund so ein tolles Projekt weiterführt, dann freue ich mich und freue mich darüber, dass auch Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz davon profitieren. Ich glaube aber, das ist nicht die Strategie, die wir als Land verfolgen sollten. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und bei der FDP)
