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Steven Wink

FDP 21.06.2023 Sitzungen 18/46

Sehr verehrter Präsident, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Das eine oder andere wollte ich nur erwähnen. (Abg. Martin Brandl, CDU: Muss aber nicht sein!) Frau Schneider, Sie setzen sich immer sehr für das Ahrtal ein. Das ist sehr lobenswert. Herr Wefelscheid setzt sich immer sehr für Koblenz ein. Auch das ist lobenswert. Ich bin „Bermasenser“, so sagt man das bei uns. Aufgabe einer Regierungskoalition ist es aber, den Tourismus ganzheitlich zu betrachten, für das ganze Land. Das ist Punkt 1. Punkt 2: Frau Schneider, wenn wir über den Tourismus diskutieren und Sie kritisieren, es passiert zu wenig, dann darf ich an dieser Stelle die Empfehlung aussprechen, dass dann, wenn wir zum Beispiel über die Struktur sprechen – dazu komme ich gleich – und die Kleinteiligkeit diskutieren, Sie vielleicht den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vor Ort, die aus Ihrer Partei kommen, empfehlen, dass diese sich vielleicht einmal etwas bewegen, damit sich ein Tourist auch die Stadt oder den Landkreis nebenan ansehen kann, (Beifall des Abg. Marco Weber, FDP) weil es meistens sie sind, die das blockieren und bei ihrem eigenen Kirchturm bleiben wollen. Nicht nur „Mehr Geld, mehr Geld, mehr Geld!“ rufen, sondern einfach einmal auch die Struktur, was viele Synergien, Ressourcen und Geld freisetzt, diskutieren. Vom Kollegen Wefelscheid hätte ich ebenfalls ein bisschen mehr erwartet in der Rede. Während Sie in der letzten Legislaturperiode noch in der Innenstadt Feuerzeuge verteilt haben, hatten wir eine Tourismus-Enquetekommission. (Vereinzelt Heiterkeit im Hause) Die Tourismus-Enquetekommission hat ganz klar Ziele ausgesprochen, auch für die Struktur. Ich würde empfehlen, den Bericht zu lesen. Er passt hier nicht in fünf oder zehn Minuten hinein, deswegen kann ich ihn nicht in Gänze ausführen. Faktisch haben Sie heute nichts präsentiert. Der Punkt der Kleinteiligkeit ist ein wesentlicher Aspekt dieser Struktur im Tourismus in unserem Land, der sehr, sehr kleinteilig gedacht ist. Noch ein Punkt zu Herrn Kollege Schmidt. Sie sagen, wir haben Probleme der Menschen nicht im Blick, und man sollte nicht nur über den Tourismus, sondern auch über die anderen Aspekte diskutieren. (Glocke des Präsidenten) In Teilen muss ich Ihnen widersprechen. Eine Studie vom 19. Mai 2023 von DERTOUR, ITS und MEIERS WELTREISEN – ich mache es kurz, Herr Präsident – besagt: Trotz der hohen Inflation und trotz steigender Energiepreise führt dies nicht zum Billig-Boom. Es wird alles teurer. Die Reiseveranstalter verbuchen Rekordbuchungen im Bereich des Tourismus, und die Deutschen sparen (Glocke des Präsidenten) bei ihren Reiseplänen trotz Inflation nicht. – Die Aussage also, die Sie getroffen haben, ist hiermit widerlegt. Danke schön. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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