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Daniela Schmitt

21.06.2023 Sitzungen 18/46

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Am Wochenende haben wir ein ganz wunderbares Fest, einen Rheinland-Pfalz-Tag in Bad Ems gefeiert. Die Menschen haben dort nicht nur Rheinland-Pfalz erleben dürfen, sondern mit Bad Ems auch einen Ort von herausragender touristischer Bedeutung. Auch zu Beginn dieser Woche kamen aus Bad Ems vom Statistischen Landesamt gute Nachrichten für den Tourismus. Ja, man kann versuchen, die Dinge schlechtzureden, aber man kann auch einen positiven Blick darauf werfen. Nach der Entwicklung im Vorjahr sind die Zahlen gut gestiegen. Wir haben plus 12 % bei der Zahl der Gäste. Auch die Zahl der Übernachtungen stieg um 9 % auf 1,9 Millionen. Die Entwicklung geht gut weiter. Die Tourismusorganisationen vor Ort melden schon seit Januar supersupergute Buchungszahlen, und die Aussicht auf die Sommerferien und den Herbst ist ebenfalls positiv. Insbesondere in den zurückliegenden zweiwöchigen Pfingstferien waren die Buchungszahlen sehr, sehr gut. Das wird sich in den Mai-Zahlen widerspiegeln. Auch Themen wie „Camping“ und „Wohnmobilstellplätze“ – alles Themen, die wir in der letzten Zeit aufgegriffen und ausgeweitet haben – waren stark nachgefragt, und es wurde gut gebucht. Wer es nicht bei den bloßen Zahlen belassen möchte, kann versuchen, für die Sommerferien in einer unserer Hotspot-Regionen noch ein Zimmer zu bekommen. Das wird schwierig sein, aber unsere Gastgeber sind gerne hilfsbereit. Meine Damen und Herren, Sie sehen, Rheinland-Pfalz mit seinen unterschiedlichen Regionen ist sehr beliebt und wird stark nachgefragt. Ich will an der Stelle deutlich betonen, das gilt glücklicherweise auch wieder für das Ahrtal. Im vergangenen Jahr haben wir dort einen breit angelegten Beteiligungsprozess für das „Nachhaltige Tourismuskonzept Ahrtal 2025“ gestartet, und ich freue mich außerordentlich, dass wir dieses Konzept am kommenden Freitag mit den Akteuren vor Ort präsentieren werden. Das ist ein wichtiger Schub für die Region, und ich glaube, das ist auch ein gutes Signal. Dieses Engagement der Touristiker ist sinnbildlich für Rheinland-Pfalz. Betonen möchte ich aber auch noch einmal explizit, dass zum touristischen Aufschwung vor allem die Anstrengungen und die Investitionen unserer Gastgeber und Tourismusakteure beitragen, deren Engagement mein Ministerium auf vielen, vielen Ebenen flankiert und finanziell unterstützt. Mit vielfältigen Förderprogrammen und Projekten unterstützen wir die Branche insgesamt. Eines möchte ich aber explizit nennen, nämlich das Projekt „Working Family“ gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern. Hiermit unterstützen wir die Stärkung der familiengeführten Betriebe, und es unterstreicht noch einmal die Gastfreundschaft und Gastlichkeit unserer Unternehmen im ganzen Land. Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese Gastfreundschaft wollen wir auch in einem anderen Bereich leben. Der Bund beschäftigt sich in dieser Woche mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz, und das ist auch gut so. Es beinhaltet einen echten Paradigmenwechsel, auf den wir lange gewartet haben. Das ist auch von großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz, für viele Branchen. Ich glaube, es ist gut für die Hotel- und Gastronomie, dass zahlreiche Betriebe jetzt damit ein weiteres Instrument an die Hand bekommen, um die vielen freien Stellen besetzen zu können. Das ist ein gutes Signal, und das brauchen wir auch jetzt in der Umsetzung im Land. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Liebe Kolleginnen und Kollegen, deshalb werben wir auch mit unserer Wirtschaftsstandortmarke „Rheinland-Pfalz.Gold“ für unser Land, das eine hohe Lebensqualität und einen Innovations- und Wirtschaftsstandort bietet. Natürlich haben wir die Kritik an diesem einen von 18 Slogans dieser erfolgreichen Kampagne zur Kenntnis genommen. Ich will es noch einmal erklären und noch einmal betonen, es war speziell für den Standort Berlin konzipiert. Es hat Berliner und Menschen, die sich am Berliner Bahnhof aufhalten, ganz speziell auf Rheinland-Pfalz aufmerksam gemacht. Abgeordnete Klinkel hat wunderbar erklärt, dass „Shoppen und Schoppen“ kein Widerspruch ist, wir beides können und es Lust machen soll. Es ist vielleicht gut so, dass sich der eine oder andere für den Weg in dieses Hohe Haus entschieden hat. Es ist aber auch gut so, dass es Marketingexperten gibt. Deswegen bin ich dankbar, dass wir viele Gäste damit ansprechen können. (Beifall bei der FDP, bei der SPD und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir tun das mit großem Erfolg. Wir haben ca. 64 Millionen Menschen mit unseren Werbemaßnahmen zum Relaunch erreicht. Unsere Tourismuskampagne „Deine Goldene Zeit“ am Himmel über Deutschland, bei der wir mit diesem Heißluftballon geworben haben, hat in der letzten Woche den German Brand Award gewonnen. Das zeigt, wir können nicht nur Preise ins Land holen, wir können auch Menschen ins Land holen: Touristiker, Gäste, aber auch potenzielle Fachkräfte. Deswegen herzlichen Dank. Werben Sie weiter gemeinsam für eine gute und goldene Zeit in Rheinland-Pfalz. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Protokoll ↗