Dr. Christoph Gensch
Es war mir wichtig, das klarzustellen. – Herr Dr. Kusch, wir sind monothematisch unterwegs, weil sich im Gesundheitssystem an vielfältigen Symptomen zeigt, dass wir ein grundsätzliches Problem haben. (Abg. Dr. Oliver, Kusch, SPD: Das lässt sich aber nicht so einfach lösen, wie Sie es immer sagen!) Dieses grundsätzliche Problem ist ein absoluter Mangel an Ärzten. Deswegen ist einer unserer zentralen Punkte, um die Situation zu verbessern, weil wir bei Hausärzten, Fachärzten und überall Probleme haben, der Aufbau von Studienkapazitäten. Das sagt Ihr Bundesgesundheitsminister. Das sagen auch die Statistiken im Bundesländervergleich. Das sagen alle. (Beifall bei der CDU) Als Letztes: Jetzt muss ich etwas machen, was ich nicht oft mache, aber ich mache es jetzt gerne. Ich muss Sie korrigieren und Ihnen sagen, dass die Situation besser ist, als Sie sie dargestellt haben. Sie haben vorhin gesagt, dass wir im Jahr 2000 über 13.000 Ärzte in Rheinland-Pfalz gehabt hätten und im Jahr 2022 16.000 Ärzte. Daraufhin hat Ihre Fraktion ekstatisch geklatscht. Das ist natürlich blanker Unsinn. Die Zahlen sind viel zu niedrig. Noch einmal für alle hier im Plenum: Im Jahr 2000 waren 16.000 Ärzte bei der Landesärztekammer gemeldet, davon waren 13.400 berufstätig. Im Jahr 2022 waren insgesamt 23.500 Ärztinnen und Ärzte bei der Landesärztekammer registriert, von ihnen waren 19.600 berufstätig. Es gab über die letzten 20 Jahre schon einen Aufwuchs. Es gab natürlich auch eine erhebliche Anzahl von zusätzlichen Fachrichtungen, und es gibt einen Trend – das schreibt die Landesärztekammer natürlich auch – zu Teilzeit und verschiedenen Berufsmodellen, was dazu führt, dass man momentan 1,8 Ärzte braucht, die einen ersetzen, der in der Vergangenheit gearbeitet hat. Das also sind die Zahlen. Die Zahlen zeigen, auch wenn über die letzten 20 Jahre eine Steigerung stattgefunden hat, man muss sie im Kontext sehen, und es besteht (Glocke der Präsidentin) trotz dieser Zahlen ein großer Mangel. Das will ich Ihnen noch einmal sagen. Die Zahlen sind natürlich besser, als Sie sie dargestellt haben. (Beifall der CDU)
