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Dr. Stefanie Hubig

12.05.2023 Sitzungen 18/45

Herr Abgeordneter, zum einen habe ich nicht behauptet, dass jede Erzieherin und jeder Erzieher diese Zusatzqualifikation hat. Das ist unser Ziel. Deshalb werden wir in der Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher diese alltagsintegrierte Sprachförderung, wie man die praktizieren kann und was man dazu wissen muss, ab dem Schuljahr, meine ich, 2024/2025 aufnehmen, damit quasi alle Erzieherinnen und Erzieher, die in Rheinland-Pfalz ausgebildet werden, von Anfang an dieses Wissen für ihre Arbeit mitbekommen. Ich habe die Frage, die Sie gestellt haben, meinen Fachleuten, meinen Fachfrauen auch gestellt. Das Gute und Wichtige an der alltagsintegrierten Sprachförderung ist, dass sie mitten im Alltag im normalen Geschehen in der Kita stattfindet, ohne dass es Zusatzsituationen braucht. Das heißt, wenn beim Essen die Kinder am Tisch sitzen und die Erzieherin ist mit dabei, dann wird nicht kurz mit Fragen, die man mit ja oder nein beantworten kann, gefragt, sondern es wird sprachintensiv – da gibt es Modelle, die das ermöglichen – miteinander gesprochen. Das trainiert die Kinder sozusagen in den normalen Alltagssituationen. Deshalb heißt es alltagsintegrierte Sprachförderung. Es ist einfach eine andere Art. Man fragt nicht, ist das hier blau, sondern fragt: Welche Farbe hat das? Kennst du auch noch andere Farben? (Abg. Martin Brandl, CDU: Wenn die Zeit haben!) So kann man mit den Kindern sprechen. Da die Erzieherinnen viel Zeit mit den Kindern verbringen, können sie diese Situationen immer wieder nutzen. Das wissen sie auch. (Abg. Martin Brandl, CDU: Falls sie die Zeit haben!)

Protokoll ↗