Dr. Lea Heidbreder
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir haben viel über Potenziale und Maßnahmen gehört. Ich möchte in der zweiten Runde noch ein Argument stark machen, weil es sich nicht nur aus ökologischer Sicht lohnt, auf das Radfahren zu setzen, sondern es auch einen sehr starken volkswirtschaftlichen Nutzen für die gesamte Gesellschaft bringt. Während das Autofahren die Gesellschaft pro Pkw-Kilometer 16 ct kostet, bringt das Radfahren für die Gesellschaft pro Kilometer 23 ct. Das ist dadurch begründet, dass Radfahren eben sehr stark auf körperliche Aktivität setzt und damit das Gesundheitssystem entlastet. (Unruhe bei der CDU) Der Einzelhandel wird ebenso unterstützt. Während Autofahrende zwar sehr hohe Beträge pro Einkauf bezahlen, kann man über die Monate auf das Jahr gerechnet sehen, dass Radfahrende, wenn sie in den Einzelhandel gehen, mehr Geld im Einzelhandel lassen als Pkw-Fahrende. Das ist also eine Unterstützung für den Einzelhandel, für die Lebensqualität und für die Steigerung der Produktivität; denn wer sich morgens aufs Rad schwingt, ist motivierter bei der Arbeit. Das ist eine ganze Palette an Argumenten, die wir für einen starken Radverkehr im Land zusammengetragen haben. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der FDP und bei der SPD)
