Dr. Jan Bollinger
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Meine Damen und Herren! Herr Ebling, Sie haben zu Recht darauf hingewiesen, dass wir in vielen Bereichen einen Fachkräftemangel haben. Das ist richtig. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Fachkräftemangel im Bereich der Humanmedizin, der Medizinstudienplätze und dem Fachkräftemangel in vielen anderen Bereichen. In sehr vielen Bereichen haben wir ein Problem mit der Anzahl der Bewerber, sodass wir überhaupt erst einmal Menschen begeistern müssen, eine bestimmte Ausbildung anzustreben und eine bestimmte Ausbildung zu beginnen. Beim Medizinstudium ist es aber so, dass wir die Ausbildungsplätze künstlich verknappen und wegen des großen Andrangs verknappen müssen. Ich habe gerade im Internet nachgeschaut, wie hoch der Numerus Clausus, also die Studienplatzbegrenzung, ist. Dort heißt es dann – das mutet fast ironisch an –, die Anforderungen seien immer noch recht hoch, aber immerhin habe knapp ein Drittel der Universitäten keinen Numerus Clausus von 1,0, sondern nur von 1,1. Sie sehen, es gäbe eine gewaltige Anzahl von Studenten, die Humanmedizin studieren würden, wenn es denn mehr Studienplätze gäbe. Letztlich gilt es die zu schaffen. Das ist der große Unterschied zu vielen anderen Bereichen. Ich glaube, insofern ist hier der Weg klar. Wenn wir dieses Problems Herr werden wollen, dann brauchen wir die Studienplätze. Vielen Dank. (Beifall der AfD)
