Matthias Joa
Geehrter Präsident, liebe Kollegen! Liebe Frau Binz, ich mache es ganz kurz. Sie sprechen von Integration, obwohl doch genau die Integration überhaupt nicht mehr möglich ist. Wir hatten es vorhin mit Dr. Brechtel im Kreis Germersheim. Wir haben Schulen mit 80 bis 90 % Kindern mit Migrationshintergrund. Wir haben eine Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt, und wir haben, zum Beispiel in Germersheim selbst, sich verdichtende Parallelgesellschaften, die nicht vollständig, aber weitgehend unabhängig und abhängig von einer Mehrheitsgesellschaft sind. Sie sollten besser zuhören, statt wegzuschauen und sich zu unterhalten. (Zuruf der Ministerpräsidentin Malu Dreyer) Das sind bestehende Probleme. Das hat nichts mit Hass und Hetze zu tun. Es muss klar sein, dass ab einer bestimmten Größenordnung eine Integration nicht mehr möglich sein wird. Wir wären alle hier im Haus einen guten Schritt weiter, wenn wir uns zumindest einmal eingestehen würden, dass es diese Probleme gibt, statt alles nur abzuwiegeln und zu negieren. Danke. (Zuruf der Abg. Susanne Müller, SPD)
