Gordon Schnieder
Wir schauen nach vorn!) Wenn wir die Medizinstudierenden in der Region halten wollen, dann brauchen wir auch ein attraktives Angebot für danach. Deshalb ja, die Anzahl an Studierendenplätzen ist ein wichtiger Schlüssel für die medizinische Versorgung im Land. Das haben Sie im Antrag angesprochen. Entsprechend wurden die Kapazitäten in den letzten Jahren erhöht. (Abg. Gordon Schnieder, CDU: Wo denn?) Entscheidend ist aber auch, was kommt, wenn man durch die Tür hindurchgegangen ist, damit man sie nicht sofort wieder zuschlägt. Nach dem Berufsmonitoring – der Kollege hat es angesprochen – besteht bei zwei Drittel der Medizinstudierenden in Deutschland der Wunsch, später in einem Team aus Ärztinnen und Ärzten zu arbeiten. Entsprechend werden Anstellungen in Praxen, multiprofessionelle Teams und medizinische Versorgungszentren immer mehr an Bedeutung gewinnen. Es braucht flexible Arbeitszeitmodelle, Betreuungsmöglichkeiten, mehr Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Sektoren im stationären und im ambulanten Bereich. Mit der Landarztquote, die Sie abgelehnt haben, können wir auch die Versorgung im ländlichen Raum sichern. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt bei der SPD) Rheinland-Pfalz hat in den vergangenen Jahren einen deutlichen Haushaltsschwerpunkt auf den Ausbau der Gesundheitsstudiengänge gelegt, vom neuen Angebot in den Hebammenwissenschaften, über die Pflege an den Universitäten in Trier und Mainz sowie der Hochschule Ludwigshafen bis hin zu neuen Studiengängen, wie dem Bachelor-Studiengang für Vision Assistant, der zum Wintersemester 2024 an der Hochschule Kaiserslautern starten soll. Wir gehen damit ganzheitlich vor. Das Land steigert die Attraktivität der Studiengänge. (Glocke des Präsidenten) Gleichzeitig werden Maßnahmen ergriffen, um Ärztinnen und Ärzte konkret zu entlasten und sie mit der Landarztquote und den Kooperationen gleichmäßig über das Land zu verteilen, um die Gesundheitsversorgung zu sichern. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD sowie des Abg. Philipp Fernis, FDP)
