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Hendrik Hering

01.03.2023 Sitzungen 18/39

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor etwas weniger als einem Monat traf ein Erdbeben gigantischen Ausmaßes Teile der Türkei und Syriens. Ein Erdbeben, das mehr als 50.000 Todesopfer und über 100.000 Verletzte forderte. Das Beben und seine Nachbeben nahmen den Menschen das Zuhause, die Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde, ihre Lebensgrundlage. Das Ausmaß der Zerstörung ist kaum zu fassen. Ich habe in den letzten Wochen mit vielen Menschen gesprochen, die aus den Gebieten kommen, dort ihre Wurzeln haben und Bekannte und Verwandte dort haben, von denen sie teilweise bis heute nicht wissen, was mit ihnen geschehen ist. Viele Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer sind von der Katastrophe auch ganz unmittelbar betroffen; denn sie haben nahe Angehörige, die zu den Opfern gehören. Erschreckend ist, wie schnell die Katastrophe aus den Hauptnachrichten und von den Titelseiten verschwunden ist. Wir dürfen als Gesellschaft und als Einzelne gegenüber Krisen und dem Leid von Menschen nicht abstumpfen. Es war mir wichtig, mein Mitgefühl auszudrücken, aber auch zu sagen: Wir lassen Euch nicht allein! Wahrscheinlich kennen wir alle Menschen, die jemanden in den Gebieten verloren haben oder selbst betroffen sind. Lassen Sie uns jetzt für die Trauernden da sein. Lassen wir sie mit ihrem Leid nicht allein. Unterstützen wir sie, wo es möglich ist. Es war mir auch wichtig, den politischen Repräsentantinnen und Repräsentanten mein Beileid auszudrücken und unsere Unterstützung zuzusichern. Deswegen habe ich kurz nach dem Erdbeben den türkischen Generalkonsul Sedat Turan hier in Mainz getroffen; denn „Wir lassen Euch nicht allein!“ bedeutet auch, dass Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr die Kräfte vor Ort unterstützen. Das Rote Kreuz hat Hilfstransporte organisiert. Die Spendenbereitschaft der Menschen, auch hier in RheinlandPfalz, ist enorm. Ich will den Menschen, die sich ohne Zögern auf den Weg gemacht haben, um zu helfen, meinen tiefsten Respekt und meinen Dank ausdrücken. Liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie uns nun gemeinsam an die Menschen denken, die in dem Beben ihr Leben verloren haben, und an diejenigen, in deren Leben eine tiefe Lücke gerissen wurde. Lassen Sie uns für einen Moment innehalten und schweigen. Ich darf Sie bitten, sich dafür zu erheben. (Die Anwesenden erheben sich von ihren Plätzen) Danke. (Die Anwesenden nehmen ihre Plätze wieder ein) Verehrte Kolleginnen und Kollegen, zur heutigen Plenarsitzung haben sich die Abgeordneten Horst Gies, Marcus Klein, Nina Klinkel, Damian Lohr, Peter Moskopp, Susanne Müller und Michael Wagner entschuldigt. Seitens der Landesregierung haben sich Staatssekretärin Heike Raab und Staatssekretär Fedor Ruhose entschuldigt. Schriftführende Abgeordnete sind Kollege Lars Rieger und Kollegin Lisett Stuppy. Wir dürfen zum Geburtstag gratulieren. Am 28. Februar hatte Dr. Katrin RehakNitsche ihren 45. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! (Beifall im Hause) Gegen die Ihnen vorliegende Tagesordnung ist kein Widerspruch erhoben worden. Damit stelle ich fest, dass wir nach dieser Tagesordnung verfahren. Wir kommen zu Punkt 1 der Tagesordnung mit dem ersten Thema: AKTUELLE DEBATTE Dem Flughafen Hahn als kritische Infrastruktur wieder eine gesicherte Zukunft geben auf Antrag der Fraktion FREIE WÄHLER – Drucksache 18/5516 – Für die antragstellende Fraktion spricht deren Fraktionsvorsitzender Dr. Streit.

Protokoll ↗