Marco Weber
Hui!) – Das ist die Abkürzung CIC. Die FREIEN WÄHLER suggerieren mit diesem Antrag, dass sie den Wiedereintritt Deutschlands in den CIC aus humanitären Gründen befürworten. Sie schreiben in ihrem Antrag: „Denn zum einen sind gut geregelte und überwachte Jagdsysteme unersetzlich im internationalen Artenschutz, sorgen für den Schutz und [den] Erhalt von Wildlebensräumen und sichern zudem die Existenz von Millionen Menschen weltweit.“ So weit, so gut. Das ist jedoch ein denkwürdiger Satz für eine parlamentarische Repräsentantin dieses Bundeslands, Frau Jeckel, das seit nun über 40 Jahren eine Graswurzelpartnerschaft mit einem afrikanischen Staat pflegt. Ich bin mir sicher, dass ich für die Mehrheit des Hohen Hauses sprechen kann, wenn ich sage: Ich bin froh, dass wir in Rheinland-Pfalz mit Ruanda eine Partnerschaft auf Augenhöhe gestalten, die sich nach den Bedürfnissen der Menschen vor Ort richtet. Das ist nachhaltig erfolgreiche und vertrauensbildende Entwicklungspolitik und nicht die potenzielle Verklärung von Großwildjagden. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP) Wussten Sie, dass zum Beispiel in Namibia über 97 % der Tiere auf privaten Jagdfarmen geschossen werden? Davon dürfte die übergroße Mehrheit der Namibier keinen einzigen wirtschaftlichen wie finanziellen Nutzen haben; denn wenn es Ihnen wirklich um die Sache ginge, etwa den langfristigen Erhalt der Biodiversität und des Wilds vor Ort oder den Schutz der Bevölkerung vor Wildtierangriffen in Afrika, wäre ein anderer Schwerpunkt Ihres Antrags weitaus lohnenswerter. Fordern Sie doch die Förderung von gut ausgebildeten afrikanischen Jägern vor Ort. Unterstützen Sie den Austausch von jagdkundiger Expertise zwischen unserem Land und den afrikanischen Staaten im Sinne unserer Partnerschaft mit Ruanda. Ihr dünner Antrag kann aber nur als Werbung und Unterstützung für Großwildjagd angesehen werden, und das machen wir schlicht nicht mit. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP –
