Dr. Christoph Gensch
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kollegen! Ich glaube, seit ich im Landtag bin – seit 2016 –, kann ich mich an keine gesundheitspolitische Debatte erinnern, die so am Thema vorbeiging, wie diese Debatte, die ich gerade gehört habe. (Zurufe der Abg. Ellen Demuth und Anke Beilstein, CDU: Ja!) Ich habe von den Regierungsfraktionen kaum etwas gehört, was substanziell ist und sich tatsächlich auf die beschriebenen Probleme in unserer Anfrage bezogen hat. Herr Alt, ich habe Ihren Äußerungen sehr aufmerksam zugehört und auch gewisse Dinge vernommen, denen man zustimmen kann. Ich möchte Sie aber noch einmal daran erinnern, dass wir, was die Anzahl der Medizinstudienplätze pro Einwohner angeht, 4 Millionen Einwohner und eine Fakultät haben. Mit Blick auf die Medizinstudienplätze pro Einwohnerzahl liegen wir im bundesweiten Mittel nur vor Bremen und Brandenburg. Bremen hat keine Universität, Brandenburg hat private Medizinstudienplätze, die nicht hineinzählen. Ansonsten befindet sich als Bundesland nur NRW hinter uns. Das heißt, wir kommen im Vergleich der 16 Bundesländer in einer akuten Mangellage, die sich auf allen möglichen Ebenen zeigt, unserer Verantwortung nicht nach und müssen Lösungen suchen, um unseren Beitrag zu leisten. Dazu habe ich von Ihnen nichts gehört. Deswegen nenne ich noch einmal die zwei Fragen: Wie reagieren Sie kausal auf die hohen Abmeldequoten der Notarztstandorte in Rheinland-Pfalz, und wie gehen Sie mit dem Problem der fehlenden Ärzte um? Diese zwei Fragen hätte ich schon gerne von Ihnen beantwortet. Vielen Dank. (Beifall der CDU und der FREIEN WÄHLER)
