Clemens Hoch
Herr Gensch, es wird bei Ihnen nicht besser. (Beifall der SPD und vereinzelt bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zurufe von der CDU: Oh! – Zuruf des Abg. Dr. Christoph Gensch, CDU) Ganz ehrlich, wenn Sie sich eben hier hinstellen und sagen, wir sollten unseren Ärztemangel bekämpfen, indem wir einfach Hundert Menschen pro Jahr sagen, sie bekommen hier nur ein Bleibestipendium, wenn sie in RheinlandPfalz bleiben, (Zuruf des Abg. Dr. Christoph Gensch, CDU) dann ignorieren Sie das komplette System der universitären Ausbildung für Humanmedizin bundesweit. Wir haben in Rheinland-Pfalz – übrigens als erstes Bundesland der Bundesrepublik Deutschland – die Landarztquote eingeführt und übrigens auch die ÖGD-Quote. (Abg. Dr. Christoph Gensch, CDU: Stimmt gar nicht! Das war NRW! Sie haben abgeschrieben!) Wir bekämpfen so den Fachkräftemangel im medizinischen Bereich im ländlichen Raum. (Weitere Zurufe des Abg. Dr. Christoph Gensch, CDU) Zum Zweiten haben wir als Vorreiter im Bundesland – – – (Weitere Zurufe des Abg. Dr. Christoph Gensch, CDU – Zuruf von der SPD: Hören Sie doch mal zu! – Glocke des Präsidenten) – Herr Gensch, es tut mir leid. Gehen Sie da runter und reden Sie so mit den Nilgänsen, aber Sie müssen sich das jetzt anhören. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP – Unruhe der CDU) Wir haben unsere – – – (Anhaltend Unruhe bei der CDU – Glocke des Präsidenten) Wir haben als allererstes Bundesland unsere Studienplatzkapazitäten um 15 % erhöht. (Abg. Kathrin Anklam-Trapp, SPD: So ist es!) Jetzt steht im Koalitionsvertrag in Nordrhein-Westfalen, angeführt von einem Ministerpräsidenten mit Ihrem Parteibuch, dass Nordrhein-Westfalen das endlich auch machen will. (Zuruf des Abg. Josef Winkler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das ist das bevölkerungsreichste Bundesland. Wir haben zudem den Medizincampus Trier ausgebracht. Das hat 40 zusätzliche Medizinstudienplätze bei uns eingebracht, die wir jetzt erstmalig in diesem Haushalt voll etatisiert haben. (Abg. Dr. Christoph Gensch, CDU: Wie viele Plätze haben Sie jetzt?) Jetzt stellen Sie sich hier hin und sagen: (Zuruf des Abg. Dr. Christoph Gensch, CDU) Das reicht alles noch nicht. – Ja, vielleicht wirkt das erst in ein paar Jahren. (Abg. Dr. Christoph Gensch, CDU: Sie haben keinen Aufwuchs!) Bis dahin haben wir aber im ländlichen Raum Herausforderungen. Das bedeutet intersektorale Versorgung, dass wir eine doppelte Facharztschiene vermeiden und schauen müssen, dass wir die Ressourcen, die da sind, effizient steuern und anlanden. Das sind alles Punkte, die wir miteinander besprochen haben, auch in dem Masterplan. Deswegen haben Sie eine hinreichende Antwort bekommen. Sich aber hier immer hinzustellen und völlig faktenfrei zu argumentieren mit einem einzigen Schlagwort, das wird auf Dauer nicht genügen für Sie, Herr Gensch. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP –
