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Stephan Wefelscheid

FREIE WÄHLER 21.12.2022 Sitzungen 18/35

GKM!) Kinderkliniken, Kinderintensivstationen stehen vor dem Kollaps. Wir verschieben Operationen monatelang. Der eklatante Ärztemangel, aber auch der Pflegemangel erfassen immer weitere Bereiche. Die Symptome dieses Grundproblems treten an immer mehr Stellen zutage. Dieser Kollaps zeigt sich auch im alltäglichen Klein-Klein. Das ist etwas, was im Wesentlichen noch unter dem Radar der Presse abläuft. Es kommt immer mehr zu Fehlern durch Überlastung. Ich beschreibe Ihnen ein Beispiel, welches mich schon das ganze Jahr über nicht loslässt. Seit ich in diesem Beruf arbeite, haben Tumorpatienten diesen doppelten und dreifachen Boden, dass man sie nie aus dem Auge verliert. Wenn sie einmal einen Termin versäumen, wenn sie einmal krank sind, wenn sie nicht können, wenn sie aufgrund der Zellzahlen den geplanten Eingriff oder die Staging-Untersuchung gerade nicht machen können, sie hat man nie aus dem Auge verloren, wirklich nie. Es gab immer einen doppelten Boden, der dafür gesorgt hat, dass man die Patienten, die oft hilflos sind und nicht so genau wissen, was mit ihnen geschieht und wo sie überall hin müssen, nicht verloren hat. Wir hatten allein in unserer Praxis in diesem Jahr sechs Patienten, die nach vier bis sechs Wochen kamen und gesagt haben, mich ruft keiner mehr an, ich habe einen Termin nicht wahrnehmen können, und jetzt meldet sich keiner mehr. – Die Ursache dafür ist diese unglaubliche Personalfluktuation und der Mangel und der Wechsel auf diesen Stationen. Da ist jeden Tag jemand anderes. Das wird dann noch verschlimmert durch Influenza- und CoronaAusfälle auf beiden Seiten. Da herrscht mittlerweile Chaos. (Beifall der CDU und bei den FREIEN WÄHLERN) Sie merken das auch. Schauen Sie die Arztbriefe bei Ihren Verwandten durch. Die Qualitätsstandards, die wir einmal hatten – – – Das geht los bei grammatikalischen und Flüchtigkeitsfehlern, bis hin zur Medikation, die in einem Maß verordnet wird, dass man nur noch erstaunt vor den Briefen steht. Das nimmt zu. Das sind alles Symptome eines Grundproblems, und dieses Grundproblem ignorieren Sie. Frau Dreyer, Sie stellen sich hier gestern ernsthaft hin, ernsthaft stellen Sie sich hier hin und sagen, es gibt keine Notwendigkeit, 200 zusätzliche Studienplätze in Rheinland-Pfalz zu fordern. (Zuruf der Ministerpräsidentin Malu Dreyer –

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