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Dr. Stefanie Hubig

24.11.2022 Sitzungen 18/33

Ich kann es nur empfehlen, in eine Ganztagsschule zu gehen. Ich finde, man tut den Ganztagsschulen und den Schulleitungen sowie den Teams vor Ort enorm Unrecht, wenn man heute so tut, als sei das irgendwo zwischen, ich sage einmal, Betreuung und einer schwierigen Situation. Wir haben großartige Ganztagsschulen mit wirklich tollen Angeboten. Gerade im schulischen Ganztag sieht man, wie dort rhythmisiert das angeboten wird, was Kinder brauchen. Kinder brauchen individuelle Förderung, und zwar gerade nach zweieinhalb Jahren Corona. In einer Situation, in der die Bildungsschere weiter auseinandergeht, hat der Ganztag ungeheuer an Bedeutung gewonnen. Ich kann nur jedem sagen: Wir sind froh, dass wir ein hervorragendes Angebot an Ganztagsschulen haben. Ich bin meiner Kollegin Doris Ahnen unglaublich dankbar, dass sie 2002 angefangen hat, ein Ganztagsschulangebot aufzusetzen, das den schulischen Ganztag in den Vordergrund rückt. Das ist ein kostenfreies Angebot, bei dem die Eltern nicht zahlen müssen und es nicht davon abhängt, wie groß oder klein der Geldbeutel ist. Da können alle Kinder hingehen und erhalten die Förderung, die sie brauchen. Das gehört mit zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Wenn Abgeordneter Paul immer wieder auf die IQB-Bildungstrends und die Bildungswissenschaft rekurriert, würde ich Ihnen empfehlen, Herr Paul, lesen Sie ein bisschen weiter. Dort wird ganz klar gesagt: Was Kinder heute brauchen, sind Ganztagsangebote, und zwar schulischer Ganztag. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP) Das machen wir. Der Ganztag ist ein Erfolgsprojekt in Rheinland-Pfalz. Wir sind Ganztagsland. Das ist schon gesagt worden. 84 % aller allgemeinbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz haben einen schulischen Ganztag. Wir werden diesen Weg weitergehen. Dazu gehört, dass wir den Rechtsanspruch umsetzen werden. Wir haben eine Schulbaurichtlinie. Wir haben viele Ganztagsschulen. Frau Groß, ich weiß nicht, was Sie möchten. Man kann mit dieser Schulbaurichtlinie, an deren Überarbeitung wir arbeiten – das wissen Sie; ich freue mich, wenn Sie sich freuen, wenn die Schulbaurichtlinie da ist –, jede Menge Ganztagsschulen bauen. Das haben wir überall im Land. Da gibt es überhaupt kein Problem. Das ist kein Problem. Genauso haben wir uns darum gekümmert, dass die Beschleunigungsmittel, die es für den Ausbau des Ganztags vom Bund gab, für die sich Doris Ahnen massiv im Vermittlungsausschuss eingesetzt hat, für Bauinvestitionen und den Betrieb der Ganztagsschulen zügig zur Verfügung stehen. Das haben die Träger. Da ist schon viel passiert. Wir werden, neben den Mitteln, die wir in die Hand nehmen, weiter unterstützen. Ich bin froh, dass wir eine gute Unterrichtsversorgung haben. Sie haben es angesprochen. Wir stellen in diesem Jahr 1.800 Lehrkräfte auf Planstellen in Rheinland-Pfalz ein. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP) Das ist fast doppelt so viel wie in den letzten Jahren. Das heißt gleichzeitig, dass wir 750 zusätzliche Planstellen bekommen haben. Danke, dass Sie mir Gelegenheit geben, dass ich das heute noch einmal sagen kann. 100 befristete Stellen kommen noch hinzu. Es sind also 850 Stellen zusätzlich. Darüber bin ich sehr froh, und ich bedanke mich dafür, dass ich das hier noch einmal ausführen darf. In diesem Sinne kann ich sagen: Wir machen weiter mit dem Rechtsanspruch. Wir werden die Kommunen, die den Ganztag als Pflichtaufgabe haben, weiter unterstützen. Wir setzen auf den schulischen Ganztag, weil es der qualitativ gute Ganztag ist, der den Kindern die Bildungschancen gibt, die sie brauchen, und der den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erlaubt. Vielen Dank. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP)

Protokoll ↗