Dr. Jan Bollinger
Das ist aber großzügig!) Ich will versöhnlich sein. Ich will Sie einfach nur überzeugen; denn die großen Zukunftsfragen der Politik betreffen insbesondere junge Menschen. Ich bin sicher, sie, diese jungen Menschen, werden mit ihrem Erfindungsgeist, der Innovation, die digitale Transformation vorantreiben und es leichter machen. Sie werden solidarisch leben, in uns einen Zusammenhalt fördern. Ich bin überzeugt davon, dass die junge Generation das Land zu einem besseren machen wird. Deshalb sollten wir sie auch am Wahltag teilhaben lassen. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir wollen, dass Jugendliche ab 16 Jahren wählen können. Geben wir ihnen eine Stimme. Der Anteil der jungen Menschen unter 20 Jahren ist stark geschrumpft. Hatten sie 1950 noch 30 % Anteil an der Gesamtbevölkerung, sind es heute noch 19 %, Tendenz fallend. Dieser immer geringeren Zahl junger Menschen stellen sich immer größere Herausforderungen. Welchen Pfad schlagen wir im Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel ein? Wie finanzieren wir unser Rentensystem? Wie gestalten wir moderne Infrastruktur bis an die letzte Milchkanne? Wie bleibt das Viertel, in dem ich lebe, lebenswert? – Das sind Fragen, die die Politik vom Bund bis in die Kommune jetzt und in Zukunft beantworten muss. Aus vielen Gesprächen mit jungen Menschen nehme ich immer wieder eines mit: Sie fühlen sich nicht ernst genommen. Sie fühlen sich nicht gehört und nicht repräsentiert. Ohnehin sinkt die gesellschaftliche Akzeptanz unseres demokratischen Systems. Ich erlebe eine extrem politisierende Jugend, die sich auf zahlreichen Wegen einbringt. Bei den Schulbesuchen, bei denen ich war, konnte ich zum Beispiel bei der Diskussion im Frauenlob-Gymnasium in Mainz auch – – – Dort war es ganz besonders. Da konnte die Jugend bei ja/nein selbst mit abstimmen mit grünen Karten für Ja und roten für Nein. Bei der Frage – das war die zehnte Jahrgangsstufe – zu Wählen ab 16 war es der komplette Jahrgang. Alle hatten das grüne Zettelchen in der Hand. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN –
